Urs Huber und Cornelia Hug gewinnen den 14. o-tour Bike Marathon
Urs Huber fackelt am O-Tour-Bike-Marathon nicht lange mit seinen Mitstreitern. Bereits in der Steigung zur Lütholdsmatt verschärfen er und Garmin-Bike-Marathon-Classics-Leader Hansueli Stauffer das Tempo und fahren auf und davon. Doch nur Huber vermag durchzuziehen. Auf Richmettlen, dem höchsten Punkt des Marathons auf 1600 Meter über Meer, hat er bereits gut eine Minute Vorsprung auf seine ersten Verfolger Frans Claes und Hansueli Stauffer. Claes vermag sein Tempo zu halten. Bis zum Fusse der letzten Steigung, dem Ächerlipass, sinkt sein Rückstand zwischenzeitlich auf 45 Sekunden. Doch dann dreht Huber wieder auf. Auf dem Ächerli liegt zwei Minuten vor Claes. Offenbar investierte der Marathon-Schweizermeister in eine sichere Abfahrt, denn im Ziel beträgt seinwn Vorsprung schliesslich 92 Sekunden auf Claes. Huber sichert sich damit nicht nur den fünften Marathon-Sieg in sieben Wochen. Er holt sich auch das Garmin-Bike-Marathon-Classics-Leadertrikot von Hansueli Stauffer, der vom Pech verfolgt ist. Gleich zwei klingt Stauffer: «Ich hätte mich gerne zusammen mit Frans auf die Verfolgung von Urs gemacht. Doch dann hatte ich meinen ersten Platten. In der Laufpassage bin ich dann auch noch gestürzt und in der Schlussabfahrt gab es nochmals einen Reifendefekt», so seine ernüchternde Bilanz. Sehr zufrieden äussert sich Rapillard: «Ich mag die O-TOur mit ihren langen Steigungen, denn ich bin nur 58 Kilogramm schwer. Letztes Jahr wurde ich fünfter, dieses Mal hat es mit einer regelmässigen Fahrt zum dritten Platz gereicht. Das ist erfreulich, auch wenn etwas Glück im Spiel war. Hätte Hansueli den Platten nicht gehabt, hätte das Resultat vielleicht anders ausgesehen.»
Bei den Frauen feiert Cornelia Hug bereits den zweiten Sieg in der diesjährigen Garmin-Bike-Marathon-Classics. «Es ist super gelaufen», sagte die Amsoldingerinnen. «Ich wollte nicht zu schnell starten. Dann ergab sich das gute Zusammenspannen mit Florence Darbellay. Wir hatten einen guten Rhythmus, den ich bis ins Ziel durchziehen konnte.» Zweite wird Nadia Walker, die ihr Rennen folgendermassen kommentiert: «Zu Beginn konnte ich nicht schneller. Ich habe gehofft, dass sich eine der beiden Führenden übernimmt. Tatsächlich fiel Florence dann zurück und ich konnte den zweiten Platz behaupten.» Darbellay fällt sogar noch weiter zurück und muss den dritten Rang an Andrea Ming abgeben.
E-Mountainbiker auf der Halbmarathondistanz
Obwohl die Elite auf ihren Carbonbikes sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren, über die Halbmarathondistanz den Berg hinauf und wieder hinunter rasen, wird die schnellste Zeit über die 45 Kilometer lange Strecke von einem E-Mountainbiker aufgestellt. Knappe fünf Minuten ist der Sieger der E-Mountainbike Kategorie, Petr Kohout aus Tschechien, schneller als die tagesschnellste nicht-motorisierte Zeit über dieselbe Distanz. Es ist das erste Mal, dass E-Mountainbikes an der o-tour zugelassen sind. Auch Fatbikes erhalten bei der 14. Austragung des O-Tour-Bike-Marathons erstmals eine eigene Kategorie. Zwar hält sich der Zulauf mit elf E-Mountainbikes und zwei Fatbikes in diesen beiden getimten Kategorien in Grenzen, dennoch unterschätzt das OK des O-Tour-Bike-Marathon den Spassfaktor, vor allem aber auch das Wachstumspotential dieser beiden Kategorien nicht, und wird sie nächstes Jahr erneut als Kategorien anbieten. Denn zahlreiche E-Mountainbikes und Fatbikes starteten laut OK-Präsident Karl Langensand auch zum Easy Marathon/ Team4Fun-Wettkampf, bei dem keine Zeitmessung erfolgte.
Kunterbunte Vielfalt beim EasyMarathon/ Team4Fun Wettkampf und das Zinsli KidsRace als Publikumsmagnet
Der beliebte Easy Marathon und insbesondere der Team4Fun Wettkampf können auch dieses Jahr wieder viele Bikerinnen und Biker nach Alpnach locken. Zudem ist das Zinsli KidsRace der Obwaldner Kantonalbank, wie in den Jahren zuvor, komplett ausverkauft. Auf dem abwechslungsreichen Parcours präsentieren die Kleinsten ihre Fahrkünste – zum Staunen einiger Zuschauer und natürlich zum Stolz der zahlreichen Eltern und Verwandten. Die Hüpfburg des Hauptsponsors Zürich sowie die zahlreichen, durchdachten und kreativen Stände der übrigen Sponsoren und Aussteller, allen voran die Sportbahnen Melchsee-Frutt, sorgen für ein viel frequentiertes Event-Village. Zusammen mit den zahlreichen Zuschauern verwandeln rund 2`000 Bike-begeisterte Menschen das Village und die Festwirtschaft in Alpnach in ein regelrechtes Bike-Fest.
Resultate O-Tour 2016
Männer 86km
1. Urs Huber
2. Frans Claes (BEL)
3. Arnaud Rapillard
4. Andreas Moser
5. Hansueli Stauffer
Frauen 86km
1. Cornelia Hug
2. Nadia Walker
3. Andrea Ming
4. Florence Darbellay
5. Janine Schneider (GER)
Männer 45km
1. Jeremias Marti
2. Jonas Stoll
3. Remo Fischer
4. Lorenz Inauen
5. Remo Peyer
Frauen 45km
1. Ramona Forchini
2. Michèle Wittlin
3. Alessia Nay
4. Linda Murther
5. Margrit Abächerli
E-Bike 45km
1. Petr Kohout (CZE)
2. Petr Krepsky (CZE)
3. Beat Pfister
4. Aldo Voser
5. Jaroslav Holan (CZE)
Fatbike
1. Martin Gügler
2. Sepp von Arx