Vogel will versöhnlichen Saisonabschluss
«Das Iron Bike Race am kommenden Sonntag ist für mich eine willkommene Abwechslung am Ende einer Crosscountry-Saison, die nicht nach Wunsch verlief», sagt Florian Vogel offen. Und auch, dass er nicht starten werde, einfach nur um mitzurollen. «Die Region um den Sihlsee ist mein bevorzugtes Trainingsgebiet, das Iron Bike quasi mein Heimrennen», so Vogel, der mit seiner Familie in Rapperswill-Jona wohnt.
Auch Lukas Buchli strebt den Sieg am Iron Bike Race an. Wie bei Vogel macht ihm ein Sturz im dümmsten Moment einen Strich durch die Saisonplanung. Den erneuten Gesamtsieg der «iXS Swiss Bike Classic» musste er bereits abschreiben. Weltmeister Christoph Sauser wie auch Urs Huber liegen im Zwischenklassement uneinholbar auf den Rängen eins und zwei und verzichten deshalb auf den Start in Einsiedeln. Auf dem hochkarätig besetzten Podium will Buchli unbedingt den dritten Platz erreichen, den ihm nur noch Jérémy Huguenin streitig machen könnte – theoretisch zumindest.
Keine frühe Flucht
Buchlis Taktik ist klar: Ein letztes Mal in diesem Jahr Vollgas geben. Er sagt aber auch: «Alle sind müde von der langen Saison.» Will heissen: Eine frühe Flucht, wie er es 2011 versucht hatte, und sich dann von Sauser und Vogel geschlagen geben musste, kommt in diesem Jahr eher nicht in Frage. «In der Steigung zum Spirstock wird sich das Rennen entscheiden», vermutet Buchli. Das ist bei Kilometer 74 das Haupthindernis der anspruchsvollen 101-Kilometer-Runde über die Anhöhen um den Sihlsee.
Bei den Frauen ist die Entscheidung um die iXS swiss bike classic ebenfalls bereits gefallen. Schweizer Bikemarathon-Meisterin Ariane Kleinhans holte sich die Gesamtwertung der nationalen Rennserie bereits vor zehn Tagen mit dem Sieg an der «O-Tour» – und reiste nach Südafrika zurück, wo sie über den Winter mit ihrem Mann lebt. Milena Landtwing, die Schweizer Meisterin des Jahres 2011 verliert damit ihre härteste Konkurrentin. Wohl nur ein kapitaler Defekt kann die Zugerin am Sonntag von ihrem ersten Sieg in Einsiedeln abhalten. Damit sichert sie sich den zweiten Platz in der «iXS Classic» – mit grösster Wahrscheinlichkeit vor Jane Nüssli und Cornelia Hug.
Spannend dürfte das Finale selbst in der Fun-Kategorie werden, wo Leader Stefan Sulser in den vergangenen beiden Jahren mit eisernen Waden und makellosen Siegserien dominiert hatte. Diesmal könnten dem Davoser Hanspeter Rusch, Sascha Wälti und Simeon Niederer noch die Führung abjagen.