Von Namibia über Aargau nach Rio
Ursprünglich wollte der 19-Jährige aus Windhoek nur für ein paar Wochen nach Europa reisen, um unter anderem das Rennen des BMC-Racing-Cup in Gränichen zu bestreiten. Nun werden aus Wochen rund sechs Monate, in denen Martin Freyer für das Fischer-Junioren-MTB-Team an den Start geht. Grund dafür ist Eric de Boor, ein Freund seiner Familie, der einen sehr guten Kontakt zu Team-Chef Roland Fischer hegt. Auf Freyers Anfrage, einige Tage bei de Boor wohnen zu können, fragt dieser zu Freyers Überraschung, ob er Interesse habe für ein kleines Schweizer Mountainbiketeam zu fahren. Freyer zögert nicht lange und schickt sein Dossier an de Boo und Fischer. Freyer erhält darauf einen Vertrag als Gastfahrer, mit dem Plan alle Rennen des BMC-Racing-Cup sowie des Argovia-Vittoria-Fischer-Cups zu bestreiten.
Freyer nimmt dieses Angebot dankbar an, denn die namibische Nachwuchshoffnung setzt die Olympischen Spiele in Rio im Jahr 2016 als mittelfristiges Ziel. In der Schweiz Rennen bestreiten, kann für dieses Vorhaben eine gute Lehre sein. Auch stehen seine Chancen gut, sich den Platz für Rio zu sichern. Denn bereits nach seinem ersten U23-Jahr liegt Freyer, als drittbester Namibianer, auf Position 338 in der Weltrangliste. Eine gute Ausgangslage, um weitere Positonen gut zu machen.
Als kurzfristige Ziele in der anstehenden Saison nennt Martin Freyer die namibischen Cross-Country-Meisterschaften, die er gewinnen will, sowie afrikanischen Kontinentalmeisterschaften, an den er in der Katergorie U23 erneut die Top-5 erreichen will. Zudem möchte er an mindestens einem Cross-Country-Weltcup teilnehmen und für sein Land an den Weltmeisterschaften starten dürfen. Über seine Zielsetzung hält sich der 19-Jährige noch bedeckt. Schliesslich hat er bis dato noch keine Referenz zu seinen europäischen Kollegen.
Übrigens: wer auf dem Rennplatz einige Worte mit dem namibischen Biker wechseln möchte, braucht sich nicht um die eigenen Englischkenntnisse zu sorgen. Martin Freyer spricht fliessend Deutsch.
www.fischer-junior.ch
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Quelle: Allgemeine Zeitung Namibia – www.az.com.na