Vorschau: Enduro-EM – das nächste Kapitel Bike-Geschichte
Am 20. und 21. Juni 2015 finden im österreichischen Kirchberg/Tirol gleich zwei Premieren statt: Mit den UEC-Mountainbike-Enduro-European-Championships werden nicht nur zum ersten Mal in der Radsportgeschichte Europameisterschaften in der noch jungen Rennsportdisziplin ausgetragen, sondern überhaupt die ersten offiziellen Titel in dieser Kategorie vergeben. Fahrer aus rund 20 europäischen Nationen werden im Tiroler Unterland im Rennen um den historischen Titel auf die Strecke gehen.
Ein solch hochkarätiges Rennen ruft natürlich auch hochkarätige Fahrer auf den Plan. So stehen derzeit mit Jerome Clementz (FRA), René Wildhaber (SUI) und Remy Absalon (SUI) drei der weltbesten Athleten auf der Startliste. Von der gemeldeten Fahrer muss man allerdings den irischen Superstar Greg Callaghan, der verletzungsbedingt ausfällt, von der Liste der Titelanwärter streichen.
Bei den Frauen steht die Holländerin Anneke Beerten zuoberst auf den Liste der Anwärterinnen, gefolgt von den Schweizerinnen Anita und Carolin Gehrig. Aber auch Katy Winton aus Schottland und Raphaela Richter dürften da ein Wörtchen mitreden wollen.
Bei den Frauen wie auch bei den Männern stehen zudem zahlreiche starke Schweizer mit guten Aussenseiterchancen am Start.
Spektakel in der Innenstadt und neuer Startmodus
Wenn im Juni die besten Enduristen Europas zum ersten Mal um den diesen Titel fahren, wird das selbstverständlich gebührend zelebriert. Etwa beim offiziellen Einlauf der Nationen im Rahmen des Incity Prologs am Samstag im Dorfzentrum von Kirchberg. Zuschauer können hier Mountainbike-Action hautnah miterleben, wenn Biker aus ganz Europa um die besten Startplätze und den ersten Zeitvorsprung kämpfen. Über Stufen und enge Gassen geht es für die Fahrer vom Kirchplatz bis hinunter ins Ortszentrum, wo bereits die Länderflaggen darauf warten, von den Athleten gehisst zu werden.
Am Sonntag ist Renntag: Fünf gewertete Stages und insgesamt knapp 40 Kilometer Rennstrecke auf Singletrails und Transferetappen stehen auf der To-Do-Liste der Athleten. Spezielles Highlight gleich zu Beginn: Vom Start- und Zielbereich an der Fleckalmbahn werden die Teilnehmer gleich direkt in die erste Sonderprüfung gegen die Uhr geschickt. Die Zuschauer sind dabei so nah am Renngeschehen dabei, dass sie den Schweiss der Szene-Stars riechen und den Dreck der Strecke zu spüren bekommen.
Entschieden wird das Rennen am Fleckalmtrail, wo mit der fünften Stage die ultimative Abschlussprüfung auf die Teilnehmer wartet. Ausgestattet mit einer Downhill-Zeitnehmung wird für die Startreihenfolge dieses finalen Abschnitts die Zwischenzeit nach vier gefahren Sonderprüfungen herangezogen. Die schnellsten 50 Fahrer starten dann in gestürzter Reihenfolge. Spannung ist dabei nicht nur für die Zuschauer garantiert, die lautstark bei der Entscheidung der ersten Enduro Europameisterschaften 2015 mitfiebern können; es ist mit der Überquerung der Ziellinie auch sofort klar, wer gewonnen hat.