Weltcup: Absalon elektrisiert zum Rekord
Der Franzose Julien Absalon holt sich auf beeindruckende Art und Weise seinen 29. Weltcup-Sieg. Zudem ist es der erste Weltcup-Sieg der mit einer elektronischen Schaltung eingefahren wird. Nach dem Startschuss ist es jedoch Nino Schurter der mit einem Schnellstart eine Vorentscheidung herbeizuführen versuchen scheint. Absalon wird, nach einem eher schlechten Start, von Ralph Näf an Schurter herangefahren. Näf fällt zurück und nach Absalon finden auch seine Landsmänner Maxime Marotte und Stéphane Tempier sowie Fabian Giger Anschluss. Letzterer setzt sich an die Spitze und bald sind nur noch Absalon und Schurter mit Giger vorne. Der Nächste der Gigers Tempodiktat zum Opfer fällt, ist Nino Schurter der sich jedoch wieder bei den Verfolgern festsetzen kann.
Darauf ist Absalon am Drücker und Giger fällt zurück zu Schurter und Tempier. Weltcup-Leader Absalon baut seinen Vorsprung kontinuierlich aus, während sich Schurter langsam wieder erholt. Eine Runde vor Schluss kann der Weltmeister sein Tempo wieder steigern, welches nur Tempier noch mitgehen kann. Giger büsst derweil seinen Effort und kämpft um den Anschluss an die beiden. «Es lief sehr gut, aber Julien war zu stark und musste ihn deshalb ziehen lassen. Die Strecke hat mir gepasst und ich bin gut gefahren. Am Ende hat nicht viel auf Tempier gefehlt, aber ich bin sehr zufrieden. Es ist einfach alles sehr dicht beisammen», erklärt Giger.
Bis ins Ziel ändert sich nichts mehr an den Positionen und Schurter sichert sich Rang zwei. «Das war heute das Maximum, Julien war eine eigene Liga heute. Der Kurs liegt ihm sehr und mir kommt er gar nicht entgegen. Die Abfahrten sind für mich Autobahnen, da gibt es keinen Flow, das ist nur harte Arbeit. Als Fabian angegriffen hat, da musste ich mein Tempo reduzieren, sonst wäre ich explodiert. Die letzten zwei Runden konnte ich wieder Gas geben», sagt Schurter in seinem Statement.
Fünfter wird der Deutsche Meister Moritz Milatz. Lukas Flückiger belegt als dritter Schweizer Rang zehn. Sein Bruder Mathias kann nach Atemproblem, die er seit dem Rennen in Solothurn hat, nicht richtig trainieren, schlägt sich dafür aber sehr gut: «Ich wurde nach dem Start behindert und kam deswegen als 40. Aus der ersten Runde. Wegen meinen Atemproblemen konnte ich nie meine Leistung voll ausreizen, aber trotzdem stetig aufholen. Dafür bin ich sehr zufrieden.» Hinter Flückiger klassiert sich Florian Vogel auf Rang 13. Auf Rang 18. Beendet Reto Indergand das Weltcup-Rennen. Damit erreicht er sein bisher bestes Weltcup-Resultat in der höchsten Kategorie. Martin Gujan erfreut sich mit Rang 26 einem Aufwärtstrend: «Klar könnte der Rang besser sein, aber es lief gut und ich konnte wieder um Rang 20 mitfahren.»
Im Gesamtklassement führt Julien Absalon mit einem gewaltigen Vorsprung vor Schurter und dem Australier Daniel McConnell. Fabian Giger und Lukas Flückiger sitzen auf den Positionen acht und neun.
| Rangliste Worldcup 2014, #4 Albstadt/GER, Herren: | ||
| 1. Julien Absalon (FRA) | 1.29.24 | +0.00 |
| 2. Nino Schurter (SUI) | 1.30.43 | +1.19 |
| 3. Stéphane Tempier (FRA) | 1.30.48 | +1.24 |
| 4. Fabian Giger (SUI) | 1.31.04 | +1.40 |
| 5. Moritz Milatz (GER) | 1.31.26 | +2.02 |
| 6. Daniel McConnell (AUS) | 1.31.45 | +2.21 |
| 7. Manuel Fumic (GER) | 1.31.49 | +2.25 |
| 8. Marco Aurelio Fontana (ITA) | 1.32.34 | +3.10 |
| 9. Maxime Marotte (FRA) | 1.32.41 | +3.17 |
| 10. Lukas Flückiger (SUI) | 1.32.53 | +3.29 |
| 12. Mathias Flückiger (SUI) | 1.33.16 | +3.52 |
| 13. Florian Vogel (SUI) | 1.33.55 | +4.31 |
| 18. Reto Indergand (SUI) | 1.34.11 | +4.47 |
| 26. Martin Gujan (SUI) | 1.34.54 | +5.30 |
| 29. Ralph Näf (SUI) | 1.35.35 | +6.11 |
| 63. Matthias Stirnemann (SUI) | überrundet | |
| 66. Gian-Carlo Sax (SUI) | überrundet | |
| 75. Michael Hutter (SUI) | überrundet | |
| 88. Rick Reimann (SUI) | überrundet | |
| 91. Jonas Baumann (SUI) | überrundet | |