Weltcup: Atherton siegt in Lenzerheide – Cappellari Achte | Ride MTB

Weltcup: Atherton siegt in Lenzerheide – Cappellari Achte

Beim 4. Lauf des Downhill-Weltcup holt sich Rachel Atherton einen weiteren Sieg. Carina Cappellari fährt trotz Sturz auf Rang acht und wird als beste Schweizerin gefeiert. Emilie Siegenthaler geht mit Podestambitionen ins Rennen, muss diese jedoch bald wegen eines Defekts begraben.

Beim vierten Lauf des UCI-Downhill-Weltcup in Lenzerheide starten die Schweizerinnen vielversprechend in das Rennwochenende. Rang fünf Emilie Siegenthaler und Rang elf für Carina Cappellari in der Qualifikation, sind vielversprechende Vorboten für das Rennen. Mit Lea Rutz qualifiziert sich eine weitere Schweizerin für das Finale – für sie eine Premiere.

Im Rennlauf geht Rutz als erste Schweizerin auf die Strecke und erreicht bei ihrem ersten Weltcup-Finallauf Rang 17. Optimal verläuft ihre Fahrt jedocht nicht. «Kurz vor dem ersten Road Gap stürzte ich, worauf mir der Schwung fehlte und ich den Sprung umfahren musste. Das kostete mich viel Zeit. Ich bin meiner Rangierung trotzdem zufrieden», gibt Lea Rutz zu Protokoll.

Ebenfalls nicht sturzfrei kommt Carina Cappellari durch ihren Rennlauf wie sie erklärt: «Ich war ausgangs «Tschäffs Plunge» etwas zu schnell worauf ich die kommende Rechtskurve nicht gut erwischte und ausrutschte. Dass ich trotzdem mein bestes Weltcup-Resultat erreicht habe, ist einfach der Hammer. Ich war ziemlich nervös und es hatte so viele Fans an der Strecke, die so viel Lärm gemacht haben, dass ich richtig Hühnerhaut bekam.»

Ausgerechnet am Heim-Weltcup kann Emilie Siegenthaler nicht von ihrem fünften Qualifikationsrang profitieren. Bereits im ersten Steinfeld unterläuft ihr ein Fehler worauf sie wieder versucht die verlorene Zeit gutzumachen. Beinahe gelingt ihr das, bis zum Road Gap «Peatys Plunge». «Ich bin eigentlich sauber in die Landung gesprungen. Dort muss ich wohl einen Stein erwischt haben, die Felge brach gleich durch und die Luft war auch aus dem Reifen. Das war das erste Mal innert sechs Jahren, dann kann das halt passieren. Es ist nur frustrierend, dass es ausgerechnet hier passieren muss», sagt Emilie Siegenthaler und fügt an: «Es ist aber cool, dass Carina ihr bestes Resultat erreichen konnte und toll, dass wir in der Schweiz wieder stärker werden.»

Siegenthaler belegt am Ende noch Rang 23, wird aber von den Fans im Ziel wie eine Siegerin empfangen.

Atherton bleibt ungeschlagen
Erneut unangefochten ist die Britin Rachel Atherton. Sie holt sich in Lenzerheide ihren dritten Weltcup-Sieg in der laufenden Saison. Sie verweist die amtierende Weltmeisterin Manon Carpenter und die Australierin Tracey Hannah auf die Ränge zwei und drei. Einzig die Französin Emmeline Ragot hätte Atherton gefährden können. Sie fährt bei der ersten Zwischenzeit die Bestzeit, macht darauf jedoch zwei Fahrfehler. Zuerst kommt sie in der schnellsten Passage quer und muss über den nächsten Sprung hochpedalieren. In der darauffolgenden Wurzelpassage stürzt sie noch und verpasst damit den Sprung unter die ersten drei. Sie muss sich mit Rang fünf zufrieden geben.

Im Gesamtklassement distanziert Rachel Atherton ihre Verfolgerinnen Emmeline Ragot und Tracey Hannah weiter. Emilie Siegenthaler liegt aktuell auf Rang acht. Einen Sprung nach vorne auf Rang zehn macht Carina Cappellari. Dies bringt ihr auch etwas im Hinblick auf den nächsten Weltcup. Dann gilt sie als Protected, also gesetzt. Dies schafft etwas Entspannung, denn sollte sie beim nächsten Rennen in der Qualifikation die geforderten Top-20 für den Finaleinzug nicht schaffen, kann sie den Finallauf trotzdem bestreiten.

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