Weltcup Kanada: Hart siegt schon wieder – Gwin bleibt Leader
Das Downhill-Weltcup-Rennen in Mont Saint Anne ist das Älteste auf der Tour. Die 26. Austragung auf der Strecke ist in diesem Jahr besonders hart: Die Strecke ist enorm ruppig und stellenweise über 70 Km/h schnell. Das harte Pflaster scheint wie gemacht für den Mann mit gleichem Namen – Danny Hart. In der Qualifikation bereits Zweiter hinter Aaron Gwin (USA) beeindruckt der Brite auch im Finallauf. Jedoch so sehr, dass Gwin als letzter Startender nicht mehr an Harts Zeit herankommt. Damit holt sich Danny Hart den zweiten Weltcup-Sieg nach dem in Lenzerheide.
Die Überraschung des Wochenendes ist aber der amtierende Weltmeister Loic Bruni. Verletzungsbedingt musste der Franzose drei Weltcup-Rennen auslassen. In der Qualifikation war er bereits schnell unterwegs, konnte wegen einem Plattfuss im letzten Abschnitt den Lauf nicht im vollen Speed beenden. Zwar als 90. Klassiert, durfte Bruni dank seinem Protected-Status trotzdem im Finallauf der besten 80 antreten – und das mit Erfolg. Er rast mit einer Entschlossenheit die äusserst anspruchsvolle Strecke hinunter, dass er sich überdeutlich an die Spitze setzt und lange im Hot Seat ausharren muss – bis eben Danny Hart ihn «erlöst».
Starke Quali und Lichtblicke trotz enttäuschendem Finale
Seitdem Nick Beer nach seiner Verletzung wieder in den Rennzirkus einstieg, hat er sein Tempo noch nicht richtig gefunden. In Mont Saint Anne, einer Strecke die ihm sicherlich liegt, zeigte er mit Rang 29 zumindest einen guten Qualifikationslauf. Im Rennen ist zwar sein Gefühl besser das Resultat mit Rang 56 deutlich schlechter. «Es ging einfach nicht besser. Gestern wusste ich nach der Quali nicht, wie es zu einer solchen Rangierung kam. Heute hat es sich schneller angefühlt, aber die Platzierung ist nicht so gut. Ich hatte ein paar kleine Fehler, aber das Gesamtpaket passt einfach nicht hundertprozentig», so Beer.
In der Qualifikation hatte der Romand Maxime Chapuis eine neue Bestleistung erzielt. Rang 22. durfte er definitiv auch für den Finallauf avisieren. Doch es will nicht mehr nach Wunsch klappen und Chapuis stürzt. Statt mit einer persönlichen Bestleistung muss er sich nun mit Rang 77 abfinden. Sein Statement: «Ich hatte einen üblen Crash, und ich bin happy, dass ich mir dabei nichts passiert ist! Ich aber sehr glücklich über mein bestes Quali-Resultat. Nach diesem freue ich mich auf die kommenden Schweizermeisterschaften, das Weltcup-Finale und die Weltmeisterschaften.
Eine kleine Steigerung verbuchen kann hingegen Jérôme Caroli. In der Qualifikation noch 75er belegt er im Rennen Rang 70. «Für dass ich das erste Mal in Mont Saint Anne fahre, bin ich zufrieden, dass ich im Finale dabei gewesen bin, auch wenn mit Sicherheit nicht meine Bestleistung habe abrufen können», sagt Jérôme Caroli zu seinem Rennen.