Weltcup: Kulhavy wie eine Dampflock zum Sieg | Ride MTB

Weltcup: Kulhavy wie eine Dampflock zum Sieg

Jaroslav Kulhavy gewinnt in Lenzerheide das dritte Weltcup-Rennen der Saison. Er setzt sich in einem harten Kampf gegen Nino Schurter durch, der den Kontakt wegen eines Plattfuss verliert. Dritter wird Ondrej Cink. Julien Absalon erleidet auf Podestkurs einen Plattfuss.

Der Tscheche Jaroslav Kulhavy verdirbt Nino Schurter die Show vor heimischem Publikum. Der Olympiasieger entscheidet das Duell für sich, nachdem der Schweizer einen Defekt zu verkraften hat. Dritter wird der Tscheche Ondrej Cink vor Mathias Flückiger und dem Franzosen Maxime Marotte. Die «Grossen Drei» bestimmen in den ersten Runden das Geschehen, doch Weltmeister Julien Absalon kassiert einen kleinen Rückstand. Entscheidenden Boden verliert der Franzose jedoch in Runde sechs von acht, als er einen Hinterrad-Defekt erleidet. Am Ende wird er Neunter.

So kämpfen Kulhavy und Schurter das Duell, das sie sich schon zum Auftakt in Nove Mesto geliefert haben. Doch diesmal kommt es nicht zu einen packenden Finish, denn Nino Schurter verliert Luft und muss zum Boxenstopp. Dadurch verliert er den Kontakt zu Kulhavy und kann gegen den starken Tschechen nicht mehr zurückkommen. «Es war ein mega Feeling vor heimischem Publikum. Schade mit dem Platten, aber so ist halt Mountainbike», meint Schurter Schulter zuckend. So wird es auch im Herren-Rennen nichts mit dem Schweizer Heimsieg und Schurter verbucht seinen dritten zweiten Platz in Folge.

Mathias Flückiger wird nach zwei fünften Rängen diesmal Vierter. «Ich wusste eigentlich, dass ich am Anfang nicht so extrem Gas geben sollte, aber ich hatte mich nicht ganz im Griff», erklärt Flückiger.Er verliert das Führungstrio und erlebt «zwei, drei harte Runden», wie er es später beschreiben sollte. Als er sich wieder erholt hat, kommt er in einer Verfolgergruppe in einen Dreikampf mit dem Deutschen Manuel Fumic und den Franzosen Maxime Marotte.

In der letzten Runde greift Marotte am Asphaltanstieg an, doch Flückiger kann kontern und holt sich schliesslich den vierten Rang. «Damit bin ich absolut zufrieden», konstatiert Flückiger. Drittbester Schweizer wird Ralph Näf. Allerdings kommt er nicht so weit vorne ins Ziel, wie er gehofft hat. «Die Beine waren nicht gut, vor allem am Anfang nicht. Am Ende ging es dann besser, aber es war hart mit der Hitze», sagt Näf zu seinem elften Rang. In der Schlussrunde fährt er die drittbeste Zeit.

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