Weltcup: Stirnemann mit doppeltem Erfolg
Kathrin Stirnemann legt bereits in der Qualifikation die beste Zeit vor. In den Rennläufen dringt sie dann souverän ins Finale vor. Dort legt sie erneut den besten Start hin und fährt von der Spitze aus zum dritten Weltcupsieg ihrer Karriere. In einer Sektion mit Anliegern reisst sie eine kleine Lücke zur dreifachen Weltcup-Siegerin Rissveds und als es über den Pumptrack geht, ist ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen. Ganz locker «surft» sie über die Wellen und bei Rissveds schwinden die Kräfte. «Ich habe einfach versucht meine Linie zu fahren und dann war da plötzlich ein Loch. Super geil», sagt Stirnemann strahlend. Die 24-Jährige gewann vor zwei Wochen erstmals den Schweizer Meister-Titel in dieser Disziplin, darf nun aber das Trikot mit dem weissen Kreuz aber gegen das weisse Weltcup-Leaderjersey tauschen, worauf Stirnemann scherzt: «Das ist schon ein bisschen schade, jetzt konnte ich mein Meistertrikot nur einmal tragen!»
Die bisherige Weltcup-Leaderin Alexandra Engen (SWE) verzichtet auf einen Start. Sie nimmt derzeit eine Wettkampf-Auszeit. Ein Debut feiert jedoch Lisa Mitterbauer. Die Österreicherin spurtet das erste Mal in einem Weltcup auf das Podest.
Freiburghaus mit gutem Comeback
Bei den Männern erreicht von den drei Schweizern im Starterfeld nur Sepp Freiburghaus das Halbfinale. Dort erwischt er keinen optimalen Start und als er aus der letzten Position versucht am Kanadier Samuel Tremblay vorbei zu kommen, kann sich der zweimal erfolgreich wehren. Auf der Zielgerade ist der Abstand zu Rang zwei dann zu gross.
Im kleinen Finale hat Freiburghaus grosses Pech, als ihm in Führung liegend die Kette herunter fällt. So bleibt «nur» Rang acht. «Das ist echt schade. Ich hatte ja schon einen Abstand und hätte den fünften Rang und damit das Weltcup-Podium nur nach Hause fahren müssen. Insgesamt bin ich aber zufrieden. Nach meinem Schlüsselbeinbruch vom Mai geht es Stück für Stück aufwärts», sagt Freiburghaus.
Simon Gegenheimer aus Deutschland bahnt sich ungehindert den Weg ins grosse Finale. Dort ist es jedoch Europameister Daniel Federspiel (AUT) der in Führung geht. Dem Österreicher rutscht jedoch das Vorderrad weg und stürzt. Damit eröffnet er das Rennen neu. Gegenheimer kommt nach diesem Stillstand am schnellsten wieder in die Gänge und zieht zum Sieg durch. Rang zwei geht an den Argentinier Catriel Soto. Der Belgier Fabrice Mels erreicht noch Rang drei, darf sich aber das weisse Trikot des Gesamtführenden überstreifen lassen. Bester Schweizer im Gesamtklassement ist Patrick Lüthi auf Rang zehn.
Marcel Wildhaber scheidet im Viertelfinale aus, muss sich aber über einen eigenen Fehler ärgern. An zweiter Position liegend, nimmt er kurz vor dem Ziel ein wenig Druck raus. Das gibt dem Schweden Emil Lindgren die Gelegenheit mit dem grösseren Tempo noch vorbei zu jagen. Mit der fünften Qualifikations-Zeit wird Wildhaber am Ende Neunter. Nicolas Lüthi belegt Rang Zwölf.
| Resultate #4 Eliminator Weltcup Mont Saint Anne/CAN | |||
| Männer | |||
| 1. | Simon Gegenheimer (GER) | ||
| 2. | Catriel Andres Soto (ARG) | ||
| 3. | Fabrice Mels (BEL) | ||
| 4. | Daniel Federspiel (AUT) | ||
| 5. | Emil Lindgren (SWE) | ||
| 6. | Paul van der Ploeg (AUS) | ||
| 7. | Samuel Tremblay (CAN) | ||
| 8. | Sepp Freiburghaus (SUI) | ||
| 9. | Marcel Wildhaber (SUI) | ||
| 10. | Simon Scheiber (AUT) | ||
| 12. | Nicolas Lüthi (SUI) | ||
| Frauen | |||
| 1. | Kathrin Stirnemann (SUI) | ||
| 2. | Jenny Rissveds (SWE) | ||
| 3. | Lisa Mitterbauer (AUT) | ||
| 4. | Andreane Lanthier-Nadeau (CAN) | ||
| 5. | Sabine Spitz (GER) | ||