Weltcup: Stirnemann siegt überlegen
Souverän erreicht Kathrin Stirnemann das Finale und kann dort die Konkurrenz etwa zur Hälfte der knapp 1000 Meter langen Strecke überraschen. Sie kommt nach einem kurzen Anstieg aus der ersten Position heraus und tritt noch mal mächtig an. Damit reisst sie vor der zweifachen Saisonsiegerin Alexandra Engen eine Lücke, die von der Skandinavierin nicht mehr geschlossen werden.
«Ich dachte, es kann doch nicht sein, dass die Alexandra nicht zu schlagen ist. Ich wollte an diesem Anstieg vorne sein, dann oben etwas Tempo heraus nehmen, so dass es einen Zieharmonika-Effekt gibt und dann wieder antreten. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass ich gleich eine solche Lücke bekomme. Ich bin glücklich, dass es heute geklappt hat», erklärt Stirnemann, die im Vorjahr in Andorra ihren ersten Weltcup-Sieg eingefahren hat.
Ebenfalls einen starken Tag hat Linda Indergand. Sie verweist die Niederländerin Anne Terpstra auf Platz vier. «Ich bin zufrieden damit, dass ich das grosse Finale erreicht habe», meint Indergand, die im Jahr 2013 in Val di Sole schon einmal Weltcup-Dritte war. Die Weltmeisterschaftsdritte kann in den Kampf um den Sieg nicht eingreifen. «Da hatte ich keine Chance», erklärt Indergand und fügt an: «Die beiden vorne waren zu stark.»
Lüthi übersteigt seine Erwartungen
Bei den Männern zeigt Patrick Lüthi jeweils auf der langen Zielgeraden seine Qualitäten. Im Achtelfinale steht er kurz vor dem Aus. Es kommt zum Fotofinish mit Roger Jenny und dem Franzosen Titouan Perrin-Ganier, den die beiden Schweizer gerade noch abfangen können.
Lüthi arbeitet sich ähnlich knapp bis ins Finale. Dort kann er dem Belgier Fabrice Mels und dem Australier Paul van der Ploeg zwar nicht Paroli bieten, doch den Kanadier Leandre Bouchard auf der Zielgerade noch abfangen. Nach seinem Sieg in La Bresse im Jahr 2012 ist das Lüthis grösster Erfolg und eine kleine Überraschung nach dem Weltcup in Nove Mesto.
«Mein Ziel war das Halbfinale, der dritte Platz ist viel mehr, als ich mir erhofft habe. Ich wollte in den Läufen Energie sparen und habe alles in die Zielgerade gelegt. Mels und van der Ploeg waren technisch zu stark, so dass ich nicht dran bleiben konnte», erklärt Lüthi.
Roger Jenny klassiert sich als starker Neunter.
| Resultate Worldcup Eliminator | |||
| Männer | |||
| 1. | Fabrice Mels (BEL) | ||
| 2. | Paul van der Ploeg (AUS) | ||
| 3. | Patrick Lüthi (SUI) | ||
| 4. | Leandre Bouchard (CAN) | ||
| 5. | Simon Stiebjahn (GER) | ||
| 6. | Heiko Gutmann (GER) | ||
| 7. | Elia Silvestri (ITA) | ||
| 8. | Andres Soto Catriel (ARG) | ||
| 9. | Roger Jenny (SUI) | ||
| 10. | Andy Eyring (GER) | ||
| 24. | Stefan Peter (SUI) | ||
| Frauen | |||
| 1. | Kathrin Stirnemann (SUI) | ||
| 2. | Alexandra Engen (SWE) | ||
| 3. | Linda Indergand (SUI) | ||
| 4. | Anne Terpstra (NED) | ||
| 5. | Ingrid Boe Jacobsen (DEN) | ||
| 6. | Ramona Forchini (SUI) | ||
| 7. | Anna Oberparleitner (ITA) | ||
| 8. | Lena Putz (GER) | ||
| 13. | Aline Seitz (SUI) | ||
| 23. | Jenny Kupferschmied (SUI) | ||
| 24. | Janina Wust (SUI) | ||