Wenn die Lust am Trails fahren schwindet
Eine lange Etappe steht für Philipp und Balz an und sie sollte noch länger werden, als sich die beiden ausgerechnet haben. Nach dem Start in Verbier lässt Philipp durchblicken, dass seine Beine noch nicht so gut drehen wie gewünscht. Folglich wird der erste lange Aufstieg langsamer angegangen. In der nachfolgenden Abfahrt beginnen die passionierten Abfahrer ihre «Fressorgie». Ein Team nach dem anderen wird überholt und der Spass auf den tollen, alpinen Trails kommt ebenfalls nicht zu kurz.
Den darauffolgenden Aufstieg lassen die beiden dann bewusst langsamer angehen. Wie eine Lawine von Menschen rollen nun all die zuvor überholten Fahrer wieder vorbei. Bis runter zum Talboden kommen nur noch kurze Abfahrten, dafür ein superschöner Suonen-Trail. Hier kommt das Ride-Team wieder in die Gänge bis – «hey, halt mal an! Ich verliere Luft am Hinterrad», ruft Philipp. Der erste Plattfuss und dann noch auf einem Trail wo sich kein Plattfuss erklären lässt.
Nach der kurzen Reparaturpause erreichen Philipp und Balz den Talboden und machen sich auf den langen Weg der Rhone entlang bis zum zweiten Verpflegungsposten. Von da an wird es zäh. Philipp hat definitiv einen Scheisstag eingezogen. Ausgerechnet dann werden die Aufstiege steil. So steil, dass sich die beiden entscheiden, diese zu Fuss in Angriff zu nehmen. Dazu kommt, dass Philipp auch starke Schulterschmerzen hat, worauf Balz beide Bikes den Berg hoch schiebt.
Ein wenig erholt, erreichen die beiden den nächsten Suonen-Trail und es kommt wieder Spass auf. Jedoch wird es für die beiden Swiss-Epic-Teilnehmer zunehmend harziger. So klagt nun auch Balz über Schmerzen. Bei ihm ist es jedoch der Rücken der total verspannt ist. Verrückt aber wahr, irgendwie haben nun beide keine Lust mehr Trails zu fahren. Eine Asphaltstrasse wäre zum jetztigen Zeitpunkt weitaus angenehmer.
Als die beiden die Strasse nach Leukerbad erreichen, können sie das Ziel bereits riechen. Einige Zeit später ist das Werk dann endlich vollbracht: Philipp und Balz überqueren glücklich, aber müde die Ziellinie.
Die zweite Etappe von Leukerbad nach Leukerbad geht das Ride-Swiss-Epic-Team langsam an. «Eine gemütliche Biketour», wie Balz sagt. Denn nur so können sie die beiden ein wenig erholen und wieder Kraft für die kommenden Tage tanken.
Die Swiss-Epic-Teilnehmer kann man übrigens lokalisieren, da diese einen GPS-Sender mit sich tragen. Informationen darüber gibt es unter www.swissepic.com.