Wildhaber rast beim Weltcup in Namur auf Rang sechs
Der Belgier Kevin Pauwels gewinnt in Namur das von grossen Zeitabständen geprägte Rennen des UCI-Radquer-Weltcups. Pauwels festigt sich damit die Leader-Position. Zweiter wird der Holländer Lars van der Haar vor Philipp Walsleben aus Deutschland. Dieses Trio liegt nur 19 Sekunden auseinander, dahinter werden die Abstände – für Radquerrennen untypisch – grösser. Der Grund daran liegt beim coupierten Gelände und dem schweren Boden.
Gerade diese Streckencharakteristik scheint Marcel Wildhaber zu mögen. Der 29-Jährige startet aus der zweiten Reihe, gelangt aber nach einem Blitzstart schnell an die Spitze. Nach den ersten zwei Runden in Führung nimmt Wildhaber ein wenig Tempo raus, um nicht zu überdrehen. Diese Taktik bringt ihn am Ende auf den sechsten Rang und somit zu seinem besten Resultat im Radquer-Weltcup.
Julien Taramarcaz wird beim Start eingeklemmt und findet sich nach zwei Runden auf dem 25. Zwischenrang wieder. Der Romand kann jedoch von seiner guten Form profitieren und macht sich auf die Aufholjagd. Taramarcaz kämpft sich bis kurz vor dem Ziel auf die elfte Position, aus der er den französischen Meister Francis Mourey im Springt abfängt und sich noch Rang zehn sichert.
Simon Zahner erreicht Rang 20, Severin Sägesser und Lukas Winterberg die Ränge 34 und 36.
Jacobs überrascht mit erstem Sieg
Der Radquer-Schweizermeister der Junioren, Johan Jacobs startete mit je einem dritten Rang bei Weltcup-Auftakt und Europameisterschaften gut in die Saison. Beim zweiten Junioren-Weltcup in Namur kann der junge Zürcher seine gute Form in seinen ersten Sieg ummünzen. Jacobs verweist den Belgier Eli Iserbyt Rang zwei. Dritter wird Mountainbike-Junioren-Weltmeister Simon Andreassen aus Dänemark.
In der Kategorie U23 sind die Schweizer Chancenlos gegen die flämische Übermacht. Der Sieger Wout van Aert (BEL) ist eine Klasse für sich und gewinnt mit fast einer Minute Vorsprung auf den Zweitplatzierten Mathieu van der Poel und Laurens Sweeck. Van Aert hat seine Stärke bereits am Vortag beim Radquer-Rennen im belgischen Essen bewiesen, als er die gesamte Elite-Konkurrenz zersägt hatte. Unter den mehrheitlich belgischen Radquerrakteten behauptet sich Andri Frischknecht dennoch gut und holt als 14. zwei Weltcup-Punkte.
Bei den Frauen geht der Sieg an die Tschechin Katerina Nash, welche auch als eine der weltbesten Mountainbikerinnen bekannt ist. Die Schweizerinnen gehen in diesem Rennen leer aus. Lise-Marie Henzelin belegt als beste Schweizerin Rang 34.