Kohlern-Trails
Beschreibung
Abfahrt Nummer eins ist der Kohlern-Klassiker und führt von der Bergstation in ziemlich direkter Art und Weise durch die Nordflanken. Die Abfahrt ist technisch, ruppig und anspruchsvoll – wie die anderen Kohlern-Strecken übrigens auch. Punktuell wurden hier von Mountainbikern «Verbesserungen» an den Trails angebracht. Der Weg führt hinab nach Virgl und dann auf einem klassischen aber anspruchsvollen Trail direkt zur Talstation der Kohlernbahn.
Abfahrt Nummer zwei ist ebenfalls ein Klassiker: der Schulsteig. Dafür steigt man ab Bauernkohlern hoch nach Herrenkohlern und dann nochmals ein Stück weiter berghoch bis zur Wolfstalalm. Hier beginnt die Abfahrt, die erneut einiges an Fahrtechnik erfordert. Sie fürht durch die steilen Ostflanken hinab bis nach St. Isidor und dann unvermindert steil hinab bis zum eigentlichen und bekannten. Schulsteig. Diser führt durch die enorm steile Nordseite unter der Kohlernbahn hindurch bis nach Virgl, wo man bereits auf der ersten Abfahrt gelandet ist. Das Schlusstück bis zur Talstation kennt man deshalb berets bestens.
Abfahrt Nummer drei fürht auf die Ostseite der Kohlernregion. Der Charakter der Strecke bleibt gleich: anspruchsvolle Trails in steilem Gelände. Zuerst folgt man bergauf der Strasse bis zum Kohlernpass, wo rechterhand die Singletrail-Abfahrt beginnt. Ein knackiger Trail führt hinab nach Seit und von da unter den Felsen der Seitner Wände durch das sehr steile Gelände zurück in Richtung Bozen. Dieser Abschnitt ist sehr ruppig und bei Nässe sehr schwierig zu fahren. Schliesslich erreicht man eine Schotterstrasse, steigt dann nochmals ein wenig hoch, um dann links den finalen Trail nach Haslach unter die Räder zu nehmen. Von diesem Vorort Bozens gelangt man auf Radwegen zurück zur Talstation. Denn noch steht eine vierte Abfahrt bevor.
Diese vierte Abfahrt ist die längste der Kohlern-Optionen. Dafür klettert man von der Bergstation wie bei der Schulsteig-Version zuerst hoch zur Wolfstalalm. Statt links in die Abfahrt einzubiegen fährt man aber nun unvermindert bergauf bis zum Toten Moos – dem Ausgangsort der Abfahrt nach Steinmannwald. Der Trail beginnt beim Spörl Hof und führt in spassiger Art und Weise in Richtung Seit. Statt aber zum Bergdorf, das man von der vorhergehenden Abfahrt kennt, aufzusteigen, folgt man dem Trail hinab, der mehrmals die Bergstrasse kreuz. Der Abfahrts-Trail endet bei den ersten Häusern von Steinmannwald, von wo nun die neun Kilometer lange Rückfahrt nach Bozen entlang Nebenstrasen und Fahrradwegen ansteht. Faizt: eine sensationelle Enduro-Tour, die aber einiges an Fitness und vor allem auch eine gute Fahrtechnik erfordert.
Karte & GPX-Track
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Details zur Tour
50 km
980 m
4300 m
228 M.ü.M.
1484 M.ü.M.
1 Tag
Bozen
Bozen
1897
gut tauglich
Weitere Informationen
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Die Kohlern-Trails sind mit das Beste was man rund um Bozen mit dem Bike erleben kann, es bedarf dafür aber auch ordentlich Federweg. Abfahrt 1 ist ein durchaus anspruchsvoller Enduro-Spaß, und einfach nur geil. Abfahrt 2 kann man mal machen, aber die Querung über den Schulsteig ist mit dem Auf und Ab etwas zäh. So naja. Abfahrt 3 ist die zweitbeste und nicht so ruppig wie Abfahrt 1. Abfahrt 4 hingegen macht überhaupt keinen Sinn. Der obere Teil des Trails ist sehr schmal und ausgesetzt, daher für normalsterbliche Mountainbiker definitiv nicht fahrbar. Der mittlere Teil dann grober Schotter, und ab dem Hof Rechtebner wird es wieder interessant. Dafür lohnt sich der Aufwand aber nicht. Dann besser nochmal (oder auch mehrmals) eine der anderen Varianten fahren, oder die Seilbahn nach Oberbozen nehmen, und den unteren Teil der hier auch beschriebenen Ritten-Tour machen (viele Wanderer, besser nur zu Randzeiten). Ein weiterer, großartiger Enduro-Spaß in S2.
Jedenfalls kann man hier dank der Gondeln einen Bikepark-mäßigen Enduro-Tag einlegen. Da die Kohlern-Bahn direkt an der Autobahn liegt und bis 19 Uhr fährt, ist Variante 1 auch als Quickie auf dem Heimweg über den Brenner denkbar.
Leider sind alle Trails mit Verbotsschildern versehen. Inzwischen ist das in Südtirol ja schon beinahe überall so, und man kann das inzwischen als ein Gütesiegel für einen Trail betrachten. Unbeeindruckt davon nehmen die Seilbahnen das Radel mit, und obwohl ich die Trails schon oft gefahren bin gab es nie Probleme.
Nachdem uns das Navi von Anfang an auf die vierte Abfahrt gelotst hat und uns danach noch einen kleinen Streich (mit ca 6 km langem Umweg) gespielt hat, freuten wir uns auf den hart verdienten Traileinstieg. Leider stellte sich heraus, dass nicht ohne Grund ein Fahrradverbot beim Start angebracht wurde. Der Trail erhält von uns das Prädikat "durchgehend scheisse". Oben nicht fahrbar (und das nicht nur für mich, sondern auch für meinen Partner), unten nur grober Schotter und kein Fahrspass und zum Schluss noch Teer. Wow.. echt NICHT lohnenswert.