Latzfonser Kreuz
Beschreibung
Wer von Brixen über Feldthurns bis hoch zum Latzfonser Kreuz radelt, der könnte ob der schieren Länge des Aufstiegs tatsächlich glauben, den höchsten Wallfahrtsort der Alpen anzusteuern. 1800 Höhenmeter sind auf diese Weise aus den Waden zu kitzeln. Wem diese Höhendifferenz des Guten zu viel ist, nimmt den Bike-Shuttle bis zum Parkplatz wenig oberhalb von Garn und spart sich auf diese Weise fast 900 Höhenmeter, also fast genau die Hälfte. Der Aufstieg von Brixen hoch zum Lazfonser Kreuz führt primär über kleine Asphaltstrassen und schliesslich über eine Schotterstrasse bis zur, von weither sichtbaren Kapelle. Noch ist aber der Kulminationspunkt der Tour nicht ganz geschafft. Dafür steigt man nochmals ein paar Meter hoch bis zum südöstlichen Bergrücken des Jocherer Bergs.
Ab jetzt gehts endlich abwärts! Die Abfahrt erfolgt zuerst auf einem Trail, dann bis zur Villanderer Alm auf einer Schotterstrasse. Jetzt folgt das Trail-Spektakel bis nach Klausen. Dafür umrundet man den Samberg auf der Südseite. Der tolle Singletrail, mal schnell und flüssig, punktuell auch wieder etwas anspruchsvoller, führt vorbei an den ehemaligen Erzstollen bis zur Kapelle St. Anna. Da ist ein kurzes Stück Schotterstrasse angesagt, bis es auf der Höhe des Moar-Hofs in den nächsten Trail geht. Dieser Pfad führt schliesslich hinab bis an den Ortsrand von Klausen, die letzten Meter ins Ortszentrum führen dann noch über eine Quartierstrasse. Wer hier nun am Ende seiner Kräfte ist, nimmt den Zug zurück nach Brixen. Alle anderen rollen die verbleibenden 13 Kilometer auf dem Radweg entlang der Eisack zurück nach Brixen.
Hinweis:
- Die höchsten Wallfahrtsorte der Alpen sind Ziteil (Graubünden), Mont Thabor (Piemont) und Rocciamelone (Piemont). Zu all diesen Ort gibt es jeweils einen passenden Routenvorschlag von Ride.
Karte & GPX-Track
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Details zur Tour
55 km
2005 m
2005 m
519 M.ü.M.
2335 M.ü.M.
1 Tag
Brixen
Brixen
1879
gut tauglich
Ich finde der Tourenbeschrieb wird der Tour nicht gerecht, weder hoch noch runter, weshalb ich das jetzt nachhole ;). Eine super tolle Tour, die den Begriff "All mountain" meiner Meinung nach voll und ganz ausfüllt.
Bergauf (haben die Tour von Klausen gestartet, dann sind es etwa 40km) ist es immer wieder etwas steiler als angenehm und man denkt sich oft ein Gang mehr wäre jetzt hervorragend. Sicher ist man sich dann für die ca. letzten 200 hm vor der Kapelle. Es wird so dermaßen steil, dass man zum Schieben gezwungen ist, jedenfalls würde ich schätzen das schafft kaum jemand ohne Motor. Bei der Kapelle hat man eine schöne Sicht. Der kurze Anstieg danach ist auf Trail und man ist immer wieder gezwungen abzusteigen. Hier lohnt es sich dann oben auch eine Pause einzulegen, auch hier eine schöne Sicht auf die Dolomiten. Der erste Teil der Abfahrt ist recht flach, man surft auf einem schmalen Weg in einer Art Hochebene vor sich hin und genießt das hier und jetzt voll und ganz. Es folgt der genannte Schotterabschnitt, den man natürlich lieber nicht hätte, aber rückblickend finde ich ihn nicht schlimm. Wir sind noch kurz in der Stoffel-Hütte vorbei (es gibt zwei andere Hütten im Aufstieg, ebenso wie Brunnen), um dann den Rest der Tour zu machen. Wichtig ist zu wissen dass es im ersten Abschnitt immer mal wieder ganz kurz hoch geht. Nach dem Schotter kommt die vermutlich (wie beschrieben) abwechslungsreichste Abfahrt die ich je gemacht habe. Mal auf Holzstegen, dann weicher Waldboden, Wurzelteppiche und Tannenzapfenteppiche bilden den Anfang, dabei wird es eigentlich nie steil. Immer wenn man denkt das wird jetzt aber langweilig kommen ein paar Stufen oder ein Steinfeld die einen zur Konzentration zwingen. Der zweite Teil wird steiler, um das Vallander Bergwerk wird man plötzlich nach Teneriffa geschickt, es kommen sehr technische Stufen, steile Abschnitte mit scharfkantigen kleinen, flachen und losen Steinen und man ist auch vorübergehend gezwungen abzusteigen um sich an Felsen (gut gesichert) vorbei zu drücken. Nach unten hin häufen sich große lose Steine in steilem Terrain, ab und zu holpert man über flache aber steile Steinfelder, dazwischen entspannte Waldabschnitte. Nach ein paar Kurven auf kleinen Straßen ist man dann plötzlich wieder in Klausen, isst sein Eis und sieht wieder andere Menschen, was seit der Rast in der Hütte drastisch abgenommen hatte.
Vor allem im Herbst (wegen der Farben) bei trockenen Bedingungen kann ich diese Tour (mit Power in den Beinen oder mit Motor) echt empfehlen. Wer nur Lust auf die Abfahrt hat (ohne Hochebene, Aussicht weiß ich nicht) kann auch die Samberg-Tour machen.