Auch Merida sagt 26-Zoll-Laufrädern Adieu
Chef-Entwickler Jürgen Falke sagt es deutlich: «Im Teamtruck werden künftig keine 26-Zoll-Bikes mehr stehen.» Damit unterstreicht nun auch Merida den Trend, dass das traditionelle Radmass im Cross-Country-Rennsport künftig keine Relevanz mehr haben dürfte. Dafür steht den Athleten des Rennteams neu ein Hardtail mit den 27.5-Zoll-Dimensionen zur Verfügung. Das Bike wird auf das Modelljahr 2014 ins käufliche Sortiment von Merida genommen. Das Rahmengewicht liegt mit 1030 Gramm exakt zwischen den bereits erhätlichen 26-Zoll- und 29-Zoll-Versionen. Der Rahmen soll durch bessere Flexstay-Sitzstreben wesentlich komfortabler sein als die 29er-Version, dank den grösseren Rädern aber laufruhiger als die 26-Zöller. Interessantes ist in den Details zu erkennen: Erstmals führen alle Kabel durch die Rahmenrohre – auch die Hydraulikleitungen der Scheibenbremsen.
Änderungen erfährt bei Merida auch das 29er-Fully «Big.99». Es kriegt künftig einen Carbonhinterbau verpasst und kann sowohl mit 2x10- oder auch 1x11-Schaltungen ausgerüstet werden. Das Rahmengewicht ohne Federbein beträgt 1.85 Kilogramm. Thomas Litscher und der Tscheche Ondrej Cink werden ihre Rennen primär auf diesem Bike bestreiten.
Neues Allmountain-Fully mit 27.5-Zoll
Neben den Rennmaschinen des Multivan Merida Biking Teams ist eine Neuerung aus dem Allmountain-Segment durchgesickert. Auf das Jahr 2014 wird Merida von ihrem Tourenfully One-Forty eine Version mit der Bezeichnung One-Forty-B anbieten. Das B steht für die grösseren Laufräder mit 27.5 Zoll Durchmesser. Das Bike verfügt weiterhin über eine VPP-Konstruktion mit der Bezeichnung VPK (Virtual Pivot Kinematics) und bietet 140 Millimeter Federweg. Merida steht auch hier im Trend, dass gerade langhubigere Mountainbikes von der 27.5-Zoll-Technologie profitieren können. Das Bike behält mit diesen Laufrädern seine Agilität, kann aber an Komfort und Bodenhaftung zulegen. Zudem ist es mit diesen Laufrädern kinematisch möglich, längere Federwege zu fahren während bei den 29ern ein Hub von über 130 Millimetern kaum noch möglich ist.