Bosch 2017: Spur-Assistent fürs E-Mountainbike
Mit viel Drehmoment, tiefem Schwerpunkt und agilem Fahrwerk lassen sich die muskulös-wattverstärkten E-Mountainibkes im Gelände gefühlt mindestens dopplelt so schnell bewegen wie ein konventionelles Mountainbike. Dieses Plus an Kraft und Geschwindigkeit bietet aber auch Gefahren. Bosch hat das bereits erkannt und bietet Hand für Fahrschulungen für E-Mountainbiker.
Daten in Echtzeit
Der Elektro-Platzhirsch geht jetzt noch einen Schritt weiter, um die E-Mountainbike-Piloten zu schützen. Dazu holen die Schwaben Shimano ins Boot und realisieren den Spur-Assistenten für E-Mountainbikes. Systemintegration wird dabei gross geschrieben: Die Daten von Shimanos elektronischer Di2-Schaltung und der hauseigenen Actionsport-Camera werden eng verzahnt und geben ein akurates Bild der Fahrsituation.
Stellmotor im Steuersatz
Autonom greift bei brenzligen Manövern das deutsch-japanische Regelwerk ein in das Fahrverhalten des E-Mountainbikers und kontrolliert neben den Bremsen auch einen Stellmotor im Steuersatz. Dieser steuert dann das Vorderrad auf den korrekten Kurs. Das System bietet ein grosses Plus an Sicherheit, da durch die in Echtzeit gewonnenen Daten die Sicherheit signifikant steigt.
Noch in den Kinderschuhen
«Das ist erst der Beginn», sagt Bernd Hacker, Projektleiter bei Bosch. «Wir arbeiten mit den Ingenieuren bei Shimano an Naben, die einen Neigungswinkel und ein selbständiges Drehmoment zulassen. Somit erreichen wir ein absolut sicheres, redundantes System. Versagt die Fahrrkorrektur mittels Steuersatz-Stellmotor, dann können wir immer noch via Naben eingreifen.»
Sram vorerst nicht dabei
Sram steht derzeit noch aussen vor beim Spurassistenten, da bislang keine elektronische Mountainbike-Gruppe vorgestellt wurde. Beim Rennrad hat Sram mit E-Tap bereits eine kabellose, elektronische Schaltung am Start. Somit dürfte es nicht mehr lange dauern, bis der US-Komponentengigant die E-Mountainbike-Schaltung lanciert und den Weg frei macht für den innovativen Spur-Assistenten.