Galmihorn-Projekt ersetzt steilen Problemabschnitt durch nachhaltigen Trail | Ride MTB

Galmihorn-Projekt ersetzt steilen Problemabschnitt durch nachhaltigen Trail

Der oberste Teil des Galmihorn-Trails im Goms

Oberhalb der Galmihornhütte im Goms entsteht ein neuer Trail, der eine bisher problematische, sehr steile Passage ersetzt. Das Projekt verbindet bessere Fahrbarkeit mit nachhaltigem Wegebau und reduziert gleichzeitig Nutzungskonflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern im alpinen Gelände.

Oberhalb der Galmihornhütte im Goms entsteht ein neuer Trail, der eine bisher extrem steile und erosionsanfällige Passage der SchweizMobil-Route Nr. 771 ersetzt. Das Projekt zeigt, wie moderner Mountainbike-Wegebau Nutzungskonflikte reduziert und gleichzeitig das Fahrerlebnis verbessert.

Der Abschnitt zwischen «Unnere Treichbode» und der Galmihornhütte steht seit Jahren vor Herausforderungen: Mit einem Gefälle von 20 bis 25 Prozent ist die bestehende Linienführung nicht nur schwer fahrbar, sondern auch stark von Erosion betroffen. Wasserabfluss und intensive Nutzung führen zu Schäden am Weg, während sich zahlreiche Ausweichspuren bilden, die zusätzlich in die Vegetation eingreifen. Gleichzeitig steigt das Konfliktpotenzial zwischen Wandernden und Bikenden und auch der Unterhalt des Weges gestaltet sich aufwändig und kostspielig.

Genau hier setzt das aktuelle Projekt an. Ein neu geplanter Trail ersetzt die bestehende Linienführung und reduziert das Gefälle deutlich. Ziel ist es, die Sicherheit für alle Nutzenden zu erhöhen, den Unterhaltsaufwand zu senken und die Strecke langfristig stabil zu halten. Die Planung übernimmt Bikeplan, umgesetzt werden die Bauarbeiten durch den Forst Goms.

Nach der Baubewilligungsphase in den Jahren 2023 und 2024 liegt die Genehmigung seit Herbst 2024 vor. Seit Sommer 2025 laufen die Bauarbeiten, die bis 2026 abgeschlossen sein sollen. Ein grosser Teil der neuen Strecke ist bereits erstellt. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die untere Hälfte des Trails, wo Feinarbeiten anstehen. Gleichzeitig werden bestehende Abschnitte überprüft und bei Bedarf optimiert.

Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2026 vorgesehen, die Eröffnung soll im Sommer 2026 erfolgen. Der neue Galmihorn-Trail steht damit exemplarisch für einen Ansatz im alpinen Wegebau, der auf nachhaltige Linienführung, bessere Befahrbarkeit und ein konfliktärmeres Miteinander setzt.


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