Höhronen: Für Biker gibt es Asphalt statt Singletrails | Ride MTB

Höhronen: Für Biker gibt es Asphalt statt Singletrails

Die Höhrone zwischen Ägeri und Wädenswil ist ein beliebtes Mountainbike-Gebiet. Insbesondere der Pfad auf dem Bergrücken ist ein oft befahrener Singletrail, den der Kanton Zug nun aber den Mountainbikern wegnehmen will. Er schildert eine Alternativroute aus – auf einem Strässchen und primär auf Asphalt.

Gemäss dem Zuger Amt für Wald und Wild lebt auf der Höhrone Auerwild. Der Gutschwald sei seit dem Jahr 2010 ein Waldnaturschutzgebiet. Die Kuppenlage mit den lichten Waldstrukturen und der Heidelbeervegetation biete einen idealen Lebensraum für das Auerwild und sei als Kerngebiet für die Auerwildförderung ausgeschieden. Der Weg soll nun für Mountainbiker wie auch für alle anderen Nutzergruppen (Wanderer, Reiter,…) nicht mehr zugänglich sein. Die Abfahrt ostwärts über den Grat bleibt offen.

Das Amt für Wald und Wild will die Mountainbiker auf einer Alternativroute kanalisieren – die vollständig über ein Strässchen führt und fast durchgängig asphaltiert ist. Diese Route werde dann Teil des Mountainbike-Wegnetzes von SchweizMobil sein. Ob SchweizMobil diese Route tatsächlich aufnehmen wird, wird im Laufe des Jahres 2016 geklärt.

Die gut gemeinte Nutzerlenkung wird auf diesem Weg nicht funktionieren weil sie die Bedürfnisse der Mountainbiker weder erfasst noch anerkennt. Wer im Jahr 2016 den Mountainbikern als Alternative für einen attraktiven und seit vielen Jahren befahrenen Singletrail ein breites und asphaltiertes Strässchen anbietet, versteht bestenfalls etwas vom Auerwild, ganz sicher aber nichts von den Mountainbikern.

Die Karte zeigt den neuen Mountainbike-Weg (grün) und den Singletrail (rot), auf welchem der Kanton Zug keine Mountainbiker mehr sehen möchte:

 


Alles Wissenswerte zu Einsiedeln gibts im Ride-Spotguide für Einsiedeln.