Rissveds untermauert ihre Lenzerheide-Liebe | Ride MTB

Rissveds untermauert ihre Lenzerheide-Liebe

Insgesamt ist es der vierte Elite-Sieg in Lenzerheide für Jenny Rissveds.

Beim Cross-Country-Weltcup in Lenzerheide zeigt Jenny Rissveds, dass die Strecke am Fusse des Rothorns perfekt auf sie zugeschnitten ist. Die Schwedin gewinnt vor der Schweizerin Ronja Blöchlinger, die ihr bestes Karriereergebnis feiert. Dritte wird Savilia Blunk. Bei den Männern fährt Luca Martin als erster über die Ziellinie, vor seinen französischen Landsmann Adrien Boichis und dem US-Jungstar Bjorn Riley.

Der Cross-Country-Weltcup in Lenzerheide stellte die Fahrer nach dem nassen Rennen von Saalfelden Leogang vor eine neue Herausforderung. In der Schweiz warteten Hitze, trockene Bedingungen und ein fordernder Kurs. Nach zwei Rennwochenenden in Folge zählten nicht nur Form und Technik, sondern auch Erholung und mentale Stärke.

Rissveds und Lenzerheide – ein Match

Bei den Elite-Frauen zeigte Jenny Rissveds erneut eine souveräne Leistung. Ronja Blöchlinger startete vor heimischem Publikum offensiv und lag nach der Startrunde neun Sekunden vorne. Rissveds blieb ruhig, löste sich aus der Verfolgergruppe und überholte Blöchlinger bereits in der ersten vollen Runde. Danach baute sie ihren Vorsprung kontinuierlich aus.

Alessandra Keller erwischte nach ihren starken Auftritten zuvor einen schwierigen Start. Die Schweizerin stürzte in der ersten Abfahrt und verlor früh den Kontakt zur Spitze. Savilia Blunk, die zuvor das Short Track Rennen gewonnen hatte, kämpfte ebenfalls um das Podest, musste nach einem Reifendefekt in der zweiten Runde jedoch rund 40 Sekunden für den Radwechsel hinnehmen. Blöchlinger hielt ihren zweiten Rang mit konstanten Rundenzeiten. Blunk kam nochmals stark zurück, erreichte aber nur noch Platz drei. Rissveds gewann mit mehr als einer Minute Vorsprung. Es ist ihr ingesamt fünfter Sieg in Lenzerheide, inklusive U23-Sieg im 2015. Weiter führt die Schwedin die Gesamtwertung nach vier Runden deutlich an.

Resultate Elite Frauen

Martin profitiert von Boichis Sturz

Bei den Elite Männern entwickelte sich früh ein Rennen der Favoriten. Adrien Boichis ging nach seinen jüngsten Siegen mit viel Selbstvertrauen an den Start und bestimmte das Tempo an der Spitze. Bereits nach zwei Runden war die Spitzengruppe auf sechs Fahrer geschrumpft. Später blieben Boichis, Luca Martin, Martin Vidaurre Kossman und Bjorn Riley vorne übrig. Das hohe Klettertempo von Boichis setzte seine Konkurrenten unter Druck. Vidaurre Kossman und Riley verloren den Anschluss, während Riley den dritten Rang mit konstantem Tempo verteidigte.

In der letzten Runde griff Boichis am Asphaltanstieg heftig an und distanzierte Martin zunächst. Doch auf dem rutschigen Schotter stürzte der Fahrer von Specialized Factory Racing. Martin nutzte die Gelegenheit sofort, fuhr vorbei und sicherte sich den zweiten XCO-Weltcupsieg seiner Karriere. Nach mehreren zweiten Plätzen in dieser Saison gelang ihm in Lenzerheide endlich der Sieg. Boichis wurde mit 25 Sekunden Rückstand Zweiter, Riley komplettierte das Podest.

Resultate Elite Männer

Corvi zum Dritten

In der U23 der Frauen bestätigte Valentina Corvi ihre Dominanz. Die Italienerin führte vom Start bis ins Ziel und gewann ihr drittes XCO-Weltcuprennen der Saison. Auf einem ihrer Lieblingskurse fuhr sie kontrolliert, rund und ohne grössere Fehler. Lisa Kristine Jorde konnte zu Beginn als Einzige halbwegs mithalten, verlor aber Runde für Runde rund ein Dutzend Sekunden. Corvi nahm auf der letzten Runde Tempo heraus und gewann dennoch mit 53 Sekunden Vorsprung. Jorde erreichte ihr bisher bestes XCO-Resultat auf Weltcupniveau, Makena Kellerman wurde Dritte. Corvi baute ihre Führung in der Gesamtwertung auf 208 Punkte aus.

Resultate U23 Frauen

Schehl bleibt ungeschlagen

Bei den U23-Männern setzte Paul Schehl seine Erfolgsserie fort. Nach den Siegen in Short Track und XCO von Saalfelden Leogang gewann er auch in Lenzerheide beide Rennen. Im XCO übernahm er früh die Kontrolle und legte in den ersten drei Runden ein Tempo vor, dem niemand folgen konnte. Rens Teunissen Van Manen führte lange die Verfolger an und kämpfte um sein erstes Podest der Saison. Thibaut François Baudry blieb zunächst geduldig, steigerte sich im Finale und zog noch an Teunissen Van Manen vorbei auf Rang zwei. Schehl gewann solo und übernahm die Gesamtführung mit acht Punkten Vorsprung auf François Baudry.

Resultate U23 Männer


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