Shimanos Gewinn bricht brutal ein während Umsatz steigt
Trotz des höheren Umsatzes verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Rückgang der Profitabilität. Der operative Gewinn fiel um 27,8 Prozent auf 36,6 Milliarden Yen (rund 209 Millionen CHF), während der Nettogewinn um 61 Prozent auf 16,1 Milliarden Yen (rund 91 Millionen CHF) sank. Das Kerngeschäft mit Fahrradkomponenten, das mehr als drei Viertel des Konzernumsatzes ausmacht, entwickelte sich operativ schwächer als erwartet. Der Segmentumsatz stieg leicht auf 266 Milliarden Yen (etwa 1,52 Milliarden CHF), der operative Gewinn sank jedoch um 27 Prozent.
Hauptgründe sind schwächere Absatzmärkte in Asien, insbesondere in China, sowie anhaltend hohe Lagerbestände bei Händlern. Für das Gesamtjahr 2025 prognostiziert Shimano nun Umsatzerlöse von 460 Milliarden Yen (rund 2,62 Milliarden CHF).
Der operative Gewinn soll bei 46 Milliarden Yen (ca. 262 Millionen CHF) liegen, der Nettogewinn bei 30,5 Milliarden Yen (rund 174 Millionen CHF). Damit erwartet das Management zwar ein leichtes Umsatzplus von rund zwei Prozent, jedoch einen Rückgang des Gewinns um etwa 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge dürfte von 38 Prozent im Jahr 2024 auf rund 35 Prozent sinken.
Der Anteil des Auslandsgeschäfts bleibt hoch – etwa 91 Prozent der Umsätze werden außerhalb Japans erzielt. Die Produktion verteilt sich nahezu gleichmäßig auf Standorte im In- und Ausland. Shimano plant für 2025 Investitionen in Höhe von 50 Milliarden Yen (rund 285 Millionen CHF), um Fertigungskapazitäten zu modernisieren und neue Produktlinien zu entwickeln. Die Abschreibungen sollen bei 27 Milliarden Yen (etwa 154 Millionen CHF) liegen.
Aktive Kapitalpolitik
Das Unternehmen reagierte zudem mit einer aktiven Kapitalpolitik auf die Marktveränderungen. Zwischen Januar und September 2025 wurden 2,15 Millionen eigene Aktien zurückgekauft; im Mai 2025 erfolgte die Einziehung von 1,41 Millionen Aktien, um die Kapitalstruktur zu optimieren. Shimano betont, dass die Ergebnisse unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen solide seien, die Branche jedoch weiterhin von globalen Unsicherheiten, geopolitischen Spannungen und schwankenden Währungen geprägt sei.
Langfristig: Wachstum
Vor allem die Nachfrage in Europa und Nordamerika blieb stabil, während sich der chinesische Markt schwach entwickelte. Das Unternehmen sieht darin kurzfristige Herausforderungen, erwartet aber mittelfristig eine Erholung durch steigende Nachfrage nach hochwertigen Komponenten für E-Bikes und Premium-Rennräder. Shimano bekräftigt, seine langfristige Wachstumsstrategie fortzusetzen, den Fokus auf Innovation und Qualität zu legen und zugleich die Effizienz in der Produktion weiter zu steigern.