Sind die 32er-Bikes eine Chance oder Unsinn? | Ride MTB

Sind die 32er-Bikes eine Chance oder Unsinn?

Bei den neuen 32er-Mountainbikes scheiden sich die Geister. Ein unnötig neuer Standard zu einer Unzeit für die Fahrradbranche, ein weiteres Bike mit Traktor-Feeling bis hin zum Turbo für den Spitzensport und die Trail-Biker. In diesem Spannungsfeld lag auch die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion an der Cycle Week in Zürich. Die Debatte gibts jetzt als Replay-Video.

Die Technologie der 32-Zoll-Laufräder steckt noch in den Kinderschuhen, und trotzdem sind an diesem Podiumsgespräch Fachleute mit dabei, die bereits viel Erfahrung mit dem neuen Standard mitbringen. Allen voran Thomas Stoll, der mit seinen Stoll Bikes quasi als einziger bereits 32-Zoll-Bikes über den Ladentisch schiebt. Flankiert wird er auf der Bühne von Valentin Wendel, seines Zeichens der Daniel Düsentrieb im Hause BMC. Seine Prototypen waren bereits an Cross-Country-Weltcups zu sehen. Mit im Bunde der Gesprächsteilnehmer ist auch Christian Bättig, seines Zeichens einer der erfahrensten Branchenkenner. Er analysiert im Gespräch, welche Bedeutung eine solche Technologie für die Fahrrad-Industrie und auch den Fachhandel haben dürfte. Moderiert wird die Runde durch Ride-Herausgeber Thomas Giger.

Alles schon mal gehört?

Die Diskussion um die Laufradgrösse gab es schon einmal, als vor fünfzehn Jahren die 29er aufkamen. Der Aufruhr war damals gross, die Debatten hitzig und heute ist diese Radgrösse faktisch der Standard. Die aktuelle Laufrad-Debatte wirkt aber nur auf den ersten Blick als Déjà-Vu. Vor fünfzehn Jahren steckte die Fahrradwelt nicht in einer tiefen Krise. Vor fünfzehn Jahren kam man über 27-Zoll zum neuen Standard. Vor fünfzehn Jahren war der Elektromotor noch fast bedeutungslos. Vor diesen Blickwinkeln ist die Situation mit den neuen 32-Zoll-Rädern eine andere. Dies kommt auch während der Podiumsdiskussion anlässlich der Cycle Week zur Geltung. Die neuen Laufräder können ein Gamechanger für technisch weniger versierte Mountainbiker sein, also auch Einsteiger. Dagegen aber auch bei den Profis, weil mit den grösseren Rädern nochmals andere Leistungswerte umgesetzt werden können. Es könnte aber auch eine Chance für die Branche sein, sich endlich wieder mit Positivität und Innovation in Szene setzen zu können. Diese und andere Inputs kommen in der hörenswerten Diskussionsrunde zur Geltung.