Sram schickt die Transmission bergab!
Die XX-DH-Transmission ist einzig für den Downhill-Einsatz bestimmt. Getrimmt ist die Antriebsgruppe auf maximale Schaltleistung unter Volllast, kompromisslose Robustheit und einen auffallend leisen Lauf. Die Idee dahinter ist simpel: Im Rennen soll kein Moment mehr verloren gehen, nur weil zum Schalten kurz Druck von den Pedalen genommen werden muss. Gerade im Downhill, wo es auf Millisekunden ankommen kann, kostet jeder Schaltvorgang mit klassischen Systemen oft spürbar Tempo. Die XX-DH-Transmission setzt hier auf AXS firmwaregesteuerte Schaltsequenzen und Cassette Mapping, damit die Kette konstant sicher verzahnt bleibt.
Herzstück ist eine Downhill-optimierte 7-fach-Kassette mit 10 bis 24 Zähnen und X-SYNC-Zahnprofil. Die Abstufung ist bewusst rennorientiert, mit kleinen Sprüngen, damit die Kraft präzise am Hinterrad ankommt. Dazu passt das Ful-Mount-Schaltwerk, das wie gewohnt ohne Schaltauge auskommt und den Rahmen beidseitig umgreift. Es sitzt so weit innen wie möglich, bleibt dadurch besser vor äusseren Einwirkungen geschützt und kann bei Treffern ebenso nach hinten ausweichen. Wie bei den bisherigen Transmission-Modellen sind auch hier zentrale Teile austauschbar, darunter Skid Plates, das äussere Parallelogramm-Link sowie der Schaltkäfig. Ein Type-4-Dämpfer und der kompakte, Downhill-optimierte Inline-Schaltkäfig erhöhen die Kettenkontrolle und halten das System auch dann ruhig, wenn die Strecke einen so richtig durchschüttelt.
Bei den Kurbeln setzt Sram auf speziell entwickelte Aluminiumarme, deren stark beanspruchte Bereiche abgefräst sind, damit Abrieb und Steinschlag weniger Spuren hinterlassen. Erhältlich sind Längen von 150 bis 165 Millimeter, ausgelegt auf mehr Bodenfreiheit und ein stimmiges Fahrgefühl. Das neue XX DH T-Type-Kettenblatt soll mit hoher Schlagfestigkeit und Biegesteifigkeit selbst grobe Einschläge wegstecken. Wer noch mehr Ruhe im Fahrwerk und Antrieb sucht, kann die Gruppe mit einem Ochain-Kettenblattadapter kombinieren. Dafür ist ein Kettenblatt mit 104 Millimeter Lochkreis vorgesehen. Dieses System reduziert den Pedalrücklag und erhöht gleichzeitig Traktion und Kontrolle.
Auch beim Laufrad-Setup zielt die XX-DH-Transmission auf Ordnung und Freiraum. Viele Downhillbikes nutzen inzwischen 148 Millimeter breite Hinterradnaben (vormals 150 oder 157 mm), wodurch Schaltwerk und Bremsscheibe weiter innen liegen und mehr Platz für die Fersen entsteht. Optional kommt der XD-SLIM-Freilauf zum Einsatz, der einen möglichst schmalen Aufbau und symmetrische Speichenwinkel ermöglichen soll, für stabilere Laufräder mit gleichmässiger Speichenspannung. In der Box zählt zudem Zeit: Das System setzt auf einen schnellen Montageprozess nach dem Prinzip; vorbereiten, anbringen und festziehen. Und weil AXS im Downhill erstmals konsequent mitgedacht ist, entfallen Kabel und Zughüllen, samt typischer Verschmutzung und Montageproblemen.
Am Lenker übernimmt der AXS Pod Ultimate Controller die Schaltarbeit. Er bietet ein «Click and Fire» Design mit zwei Tasten, eine weitreichende ergonomische Einstellbarkeit und eine individuelle Belegung über die AXS-App. Optisch bleibt das Ganze bewusst klassisch: schwarze Eloxierung, silbern abgefräste Details, ein Look, der Renngerät sagt, bevor das Bike überhaupt rollt. Sram positioniert die XX-DH-Transmission als rennerprobte Spitzenschaltgruppe, die bereits im Weltcup und bei Weltmeisterschaften erfolgreich eingesetzt wurde. Genau dort soll sie ihren Vorteil ausspielen, wenn jeder sauber gesetzte Gangwechsel einen Unterschied machen kann.
Die Sram XX-DH-Transmission ist ab Februar 2026 im Fachhandel erhältlich.