Wheeler/Bixs mit 4 Fahrern am Cape Epic | Ride MTB

Wheeler/Bixs mit 4 Fahrern am Cape Epic

Bereits zum 13. Mal wird vom 13. – 20. März 2016 eines der ältesten und härtesten Mountainbike Etappenrennen, das Cape Epic, in Südafrika durchgeführt. Das Wheeler/Bixs Team geht gleich mit vier Fahrern an den Start. Martin Gujan und Konny Looser geben Auskunft über ihre Pläne am Epic, für Looser ist es sogar das wichtigste Rennen des Jahres.

Das Mehretappenrennen umfasst 1 Prolog sowie 7 Tagesetappen auf welchen es 15‘000 Höhenmeter verteilt auf 647km zu bewältigen gilt. Im Vergleich mit anderen Jahren wurde die Strecke um ca. 90km gekürzt, der Singletrail-Anteil (Total 110km) gleichzeitig aber vergrössert. Gemäss Aussagen von Organisatoren wird die diesjährige Durchführung die Athleten und Athletinnen physisch wie auch technisch mehr fordern als je zuvor.

Wheeler und Bixs stellen vier Athleten an der 13. Durchführung des Cape Epic in Südafrika. Vom Wheeler Pro Team starten der Bündner, Martin Gujan und die Aargauerin, Esther Süss (jedoch nicht zusammen). Aus dem BiXS Pro Team treten der Zürcher, Konny Looser und der Obwaldner, Bärti Bucher an den Start (ebenfalls in separaten Teams). Im Vorfeld des Cape Epic haben wir uns mit Martin Gujan und Konny Looser, die als Team an den Start gehen, über das Cape Epic unterhalten.

 

gujanlooser

Martin Gujan und Konny Looser starten zum ersten Mal als Team am Cape Epic 2016

Was macht für euch den Reiz dieses 8tägigen Mehretappenrennens in Südafrika aus?
Martin: Der Reiz an einem Mehretappenrennen ist, dass viele weitere Faktoren eine grössere Rolle spielen als bei „normalen“ Rennen. Ich sage mir immer, es ist nicht unbedingt das stärkste Team das Beste, sondern das, welches am wenigsten Fehler macht. Ernährung, Defekte, Erholung, all das muss viel mehr beachtet werden, weil nach einer Etappe auch wieder vor einer Etappe ist. Es macht mir richtig Spass Sachen auszudenken wie man das Rennen besser absolvieren kann. Es sind Sachen wie Kältebäder, welche Nahrung ich zu mir nehme, welche nicht, Nahrungsergänzungen, Taktik, wie gehe ich in den Stresssituationen mit dem Teampartner um, usw..
Konny: Das Cape Epic ist die Tour de France im Mountainbike-Marathon-Sport, für mich ist es deshalb das Wichtigste Rennen im Jahr.

Welche Erlebnisse der vergangenen Austragungen des Cape Epic waren eure Highlights?
Martin: Mein Highlight war ganz klar der Prolog Sieg. Er kam überraschend, weil ich mich alles andere als optimal auf das Rennen vorbereiten konnte. Der Sieg am Prolog heisst natürlich auch, dass man am nächsten Tag im Leadertrikot startet.
Konny: 2011 und 2012 konnte ich jeweils bei der Auftaktetappe den zweiten Rang einfahren. Bei diesem Rennen ist der Sprung aufs Podest ein Highlight mit der imposanten Siegerehrung am Abend und nach der Etapppe.

Konny: Erzähl uns doch mal, wie du dich in Namibia über die Wintermonate fit hältst.
Südafrika wurde zu meiner zweiten Heimat und ich hatte die letzten 2 Jahre rund 6 Monate im Jahr hier verbracht. Im Dezember trainierte ich jeweils in Namibia, der Heimat meiner Freundin und da braucht das Training sehr viel Durchhaltewillen. Einerseits sind die Trainingsmöglichkeiten sehr begrenzt, da es nur wenige Strassen gibt. Dazu kommt die Höhe (Windhoek liegt auf 1700 M.ü.M) und die Hitze von bis zu 45 Grad. Das perfekte Wetter und dem Cape Epic als Ziel, wird die Motivation jedoch nie gross beeinflusst. In Südafrika habe ich zudem eine eigene Wohnung und viele Trainingskollegen. Somit bin ich gut eingerichtet und die Rahmenbedingungen sind perfekt. Durch das stabile Wetter entfallen für mich die vielen Reisen in Trainingslager und der dichte Rennkalender in Südafrika bietet bereits im Vorfeld viele Möglichkeiten, um die Form zu testen und so richtig in Fahrt zu kommen.

Konny, du startest nun bereits zum 5. Mal am Cape Epic. In Vergangenheit musstest du das Rennen immer alleine finishen, da deine Teampartner während den Rennen jeweils aussteigen mussten. Was kann man unternehmen um einem Ausfall vorzubeugen?
Bislang hatte ich wirklich immer nur Pech an diesem Rennen und ich konnte nie ein gutes Resultat holen, obwohl ich jedes Mal in Topform war. Alle Ausfälle waren schlicht einfach nur Pech und es kann jeden treffen. Das Epic ist das härteste Rennen der Welt. Hier ist nicht nur der Mensch permanent am Limit, sondern auch das Material wird während 8 Tagen an seine Grenzen getestet und so kann sehr schnell was passieren. Irgendwann wird das Glück jedoch bei mir stehen und dann wird es das Grösste sein, beim diesem Rennen Erfolg zu haben. 

Martin, am Radquer-Rennen anfangs Januar in Meilen musstest du das Rennen aufgrund von Rückenschmerzen frühzeitig beenden. Sind die Schmerzen im Rücken wieder weg?
Zurzeit spüre ich nichts mehr und ich denke ich hatte Glück, dass ich das nicht lange weiter gezogen habe. Ich konnte aber auch wieder daraus lernen und versuche diese Rückenschmerzen in Zukunft zu vermeiden.

www.intercycle.com

Interview: Wheeler/Bixs