Wie der Gravelsport im Gelände umherirrt
«Alles Quatsch», meint Lehner. Zumindest dann, wenn Gravelbikes dorthin gelenkt werden, wo sie aus seiner Sicht nicht hingehören: auf ruppige Enduro-Trails. Das erinnere ihn an vergangene sportliche Modewellen: ans Windsurfen in den Achtzigern, als die Bretter immer kleiner wurden, nur weil es cool war – obwohl kaum jemand sie beherrschte. Oder an die frühen Snowboard-Zeiten, als alle auf butterweichen Boards über eisige Pisten wobbelten. Ein Gravel-Bike passt etwa so gut zu MTB-Trails wie ein Landrover auf eine Autobahn.
Doch so deutlich Lehner kritisiert, so sehr erkennt man zwischen den Zeilen seine Sympathie. Gravel sei für ihn ein Ticket in die Freiheit, weg vom Verkehr, hinein in den Wald, auf Schotterwegen und in die Natur. Sein Plädoyer: Zurück zum Kern der Sache. Keine breiten Reifen, keine Vario-Stützen, keine Vollfederung – sondern Leichtigkeit, Einfachheit, Unmittelbarkeit. «Keep the Gravel in Gravelbiking», schreibt Lehner. Denn manchmal sei weniger nicht nur mehr.
Den ganzen Blog-Beitrag von Lehner gibt es hier zu lesen: tour-magazin.de