Alpenbikepark vor Aus? Chur stimmt erneut über neue Bergbahn ab | Ride MTB

Alpenbikepark vor Aus? Chur stimmt erneut über neue Bergbahn ab

Im Mai 2019 sagte die Churer Stimmbevölkerung Ja zur neuen Brambrüeschbahn. Sie ist auch der wichtigste Zubringer zum Alpenbikepark. Am 8. März 2026 kommt das Projekt nun erneut vors Volk. Grund dafür sind deutlich höhere Kosten. Ein Nein wäre somit ein schlechtes Signal für den bis über die Landesgrenzen hinaus bekannten Bikepark.

Beliebter Bikepark, nicht aber die Bahn

Der Alpenbikepark ist sehr beliebt – nicht nur bei Mountainbikern aus der Region Chur. Er zieht Gäste aus der ganzen Schweiz und sogar aus dem Ausland an. Zubringerin zu den Trails ist die Brambrüeschbahn, die derzeit aus zwei Sektionen besteht: Chur – Känzeli und Känzeli – Brambrüesch. Und Letztere ist dafür bekannt, dass ihr Betrieb nicht immer garantiert ist, dann zum Ärger von weit her gereisten Bikepark-Besuchern.

Insbesondere die zweite Sektion gilt als technisch veraltet: Die Gondelbahn Känzeli – Brambrüesch wurde ursprünglich im Jahr 1959 gebaut und Jahr 1998 erneuert. Ihre Konzession ist bis Ende 2026 gültig, und gemäss Projektunterlagen gilt das Ausfallrisiko seit Jahren als hoch, unter anderem, weil Ersatzteile schwierig zu beschaffen sind. 

40 statt 24 Millionen Franken

Am 19. Mai 2019 bewilligte die Churer Stimmbevölkerung das Bahnprojekt mit Kosten von 24.4 Millionen Franken. Nun liegt dem Volk ein Rahmenkredit von 40.6 Millionen Franken vor. Als Gründe werden unter anderem die Teuerung sowie zusätzliche Projektbestandteile wie ein Landabtausch und Arealfragen genannt.

Kritikerinnen und Kritiker bevorzugen eine kostengünstigere Teilsanierung. Dagegen wird unter anderem eingewendet, dass diese mit einem längeren Betriebsunterbruch (rund 1.5 Jahre) verbunden wäre. Für das Naherholungsgebiet und den Alpenbikepark wäre das eine massive Einschränkung: Der Bikepark wäre dann nur noch umständlich, etwa mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, privaten Shuttles oder aus eigener Kraft erreichbar. Im Weiteren wäre eine umfassende Sanierung nur eine Lösung auf Zeit und somit eine kostspielige Vertagung des Neubaus. Längerfristig wäre der Betrieb des Bikepark nicht reibungslos gesichert, und auch seine Qualität und Weiterentwicklung würde darunter leiden.

Stimme für den Bikesport

Wer am 8. März 2026 stimmberechtigt ist, kann mit einem Ja zur neuen Bahn aus Sicht der Befürworter die Erschliessung von Brambrüesch und damit auch den Zugang zum Alpenbikepark langfristig sichern. Ein weiterer Vorteil der neuen Bahn: Die Transportzeiten von Chur nach Brambrüesch würden sich in etwa halbieren, da auch das Umsteigen wegfällt. 

Gemäss städtischen Unterlagen wäre bei Annahme des Kredits und ohne Verzögerungen eine Eröffnung der neuen Bahn frühestens im Dezember 2028 möglich.

churbergbahnen.ch

jazubrambruesch.ch

grheute.ch


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