Bike-Politik im Jahr 2016: Eine E-Mail in Echtzeit per Digital-Klingel
London gehört zu den Städten mit dem höchsten Verkehrsaufkommen weltweit. Doch die spärlich ausgebauten Fahrradwege und die gefährliche Straßenführung machen London zu einem unsicheren Terrain für jeden Fahrradfahrer. Mit ihrer Initiative «Give a beep» will Hövding diese Zustände bald der Vergangenheit angehören lassen. Dafür soll jeder Radfahrer mit einem digitalen Button ausgestattet werden, der am Lenkrad oder an der Kleidung angebracht wird. Mit jedem Knopfdruck werden wichtige Daten zu bestehenden Gefahrenzonen im Straßenverkehr gesammelt.
Der Digitalbutton wird über die App «Flic» via Bluetooth mit dem Smartphone des Radfahrers verbunden. Mit jedem Knopfdruck werden Daten vom genauen Standort übermittelt und in Echtzeit auf einem digitalen Stadtplan der Kampagnenseite angezeigt. Ziel ist es, alle gefahrenträchtigen Stellen des Londoner Straßenverkehrs zu erfassen und auf diese aufmerksam zu machen.
Darüber hinaus sendet jeder Radfahrer auf Knopfdruck auch ein Signal an die Politik. So landet mit jedem Druck auf den Beep-Button eine E-Mail im Postfach des Londoner Bürgermeisters, um ihn zu ermutigen, die Stadt in eine radfahrerfreundliche Stadt zu verwandeln. Dafür werden im ersten Schritt 500 Digitalbuttons an die 12.000 mitgliederstarke Organisation «London Cycling Campaign» ausgeliefert.
«Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan hat versprochen, das Fahrradfahren in der Stadt sicher und angenehm für jedermann zu gestalten. Wir hoffen, dass dieses Projekt dazu beiträgt, ihn daran zu erinnern, wie wichtig es ist, dass diesem Versprechen auch schleunigst Taten folgen müssen», sagt Amy Summers, Kampagnenleiterin der London Cycling Campaign.