Courtney und Swenson sichern sich die Marathon-Weltmeistertitel
Die Walliser Alpen bieten eine spektakuläre Bühne für die Cross-Country-Marathon-Rennen (XCM) der UCI Mountainbike Weltmeisterschaften 2025 im Wallis.
Swenson siegt nach sechs Stunden Kampf
Kurz vor Tagesanbruch starten die Männer in Verbier. Nach rund 1 Stunde 20 Minuten erreichen die Spitzenfahrer den ersten Zeit-Check in Nendaz. Dort führt der Spanier David Valero Serrano vor den Schweizern Dario Lillo und Alexandre Balmer. Swenson liegt zu diesem Zeitpunkt auf Rang 5, Ondřej Cink auf Rang 6, und auch die Ex-Weltmeister Andreas Seewald (GER) und Héctor Leonardo Páez León (COL) sind in der Spitzengruppe vertreten.
Bei Hérémence übernimmt Cink die Führung, doch in Evolène nach fast vier Stunden liegt Swenson vorne. Cink, Páez León und Swenson bilden fortan das Führungstrio, dicht verfolgt von Wout Alleman (BEL), Tim Smeenge (NED) und Martin Fanger (SUI).
Bei Kilometer 100, am Checkpoint L’A Vieille, führt Swenson in 5:04:27 vor Samuele Porro (ITA), Páez León und Smeenge, während Valero Serrano wieder an die Top 5 heranfährt. Auf dem Weg zum höchsten Punkt, dem Pas de Lona (2'787 m ü. M.), bleibt das Rennen spannend.
Am letzten Checkpoint in Moiry hält Swenson rund eine Minute Vorsprung auf Porro. Dahinter kämpfen Páez León, Valero Serrano und Hermann Pernsteiner (AUT) um die weiteren Podestplätze. Swenson bringt seinen Vorsprung ins Ziel. Nach 6:01:44 Stunden gewinnt er Gold. Porro holt Silber (+0:25.7), während Routinier Páez León mit 43 Jahren Bronze (+3:42.9) sichert.
Courtney jubelt sieben Jahre nach XCO-WM-Gold
Die Frauen starten nur fünf Minuten nach den Männern. Mit dabei ist Titelverteidigerin Mona Mitterwallner (AUT) sowie zahlreiche Favoritinnen wie Rosa van Doorn (NED), Vera Looser (NAM) und Claudia Peretti (ITA).
Schon nach 90 Minuten liegen Kate Courtney und die Schweizerin Anna Weinbeer deutlich vor dem Feld. Gemeinsam halten sie auch an den Zwischenzeiten die Führung, mit Mitterwallner knapp dahinter.
Nach über fünf Stunden, bei Eison (100 km), baut Courtney ihren Vorsprung auf 3:33 Minuten aus. Weinbeer liegt knapp vor Mitterwallner, Peretti folgt dahinter. Am letzten Checkpoint bleibt Courtney als einzige Frau unter sechs Stunden, vier Minuten vor Weinbeer und fast sieben vor Mitterwallner.
Mit dem höchsten Punkt Pas de Lona hinter sich verwaltet Courtney das Rennen souverän und fährt nach 7:10:11 Stunden zum Sieg. Die Schweizerin Weinbeer holt Silber (+3:44.8), Mitterwallner Bronze (+4:59.1).