Haibike setzt auf den Yamaha-Motor | Ride MTB

Haibike setzt auf den Yamaha-Motor

Mit der Bosch-basierten Xduro-Linie redet Haibike bereits ein gewichtiges Wort mit im Geschäft mit motorisierten Mountainbikes. Der deutsche Hersteller bleibt seiner Vorreiterrolle gerecht, denn er präsentiert nach einem Carbon-E-Fully nun mit der Sduro-Serie zwölf brandneue E-Mountainbikes, bei denen das Antriebssystem von Yamaha an Bord ist.

Mit der Bosch-basierten Xduro-Linie redet Haibike bereits ein gewichtiges Wort mit im Geschäft mit motorisierten Mountainbikes. Der deutsche Hersteller bleibt seiner Vorreiterrolle gerecht, denn er präsentiert nach einem Carbon-E-Fully nun mit der Sduro-Serie zwölf brandneue E-Mountainbikes, bei denen das Antriebssystem von Yamaha an Bord ist.

Breites Portfolio noch weiter abrunden
Mit der bekannten Xduro-Linie ist das Haibike-Portfolio schon sehr breit aufgestellt, um bei der Kundschaft mit einem Bosch-Motor für eingebauten Rückenwind zu sorgen. Mit der neuen Sduro-Serie schickt Haibike den Yamaha-Motor - bekannt derzeit vor allem durch die E-Mountainbikes von Giant - ins Rennen und positioniert diese so ausgestatteten Fahrzeuge preislich unterhalb der Xduro-Bikes. «Ein sich immer stärker differenzierender Markt erfordert die Abrundung des Sortiments nach unten, um gerade für attraktive neue Zielgruppen ein Angebot in einer für sie preislich erreichbaren Region zu bieten, ohne dabei Abstriche bei der Performance machen zu müssen», sagt Susanne Puello, Geschäftsführerin der Winora Group. Preislich ist im Euroraum der Startpunkt für das preiswerteste Sduro-E-Bike mit 1'999.- Euro angesetzt.

Hohe Offroad-Tauglichkeit
Alle Sduros von Haibike nutzen den Yamaha-Mittelmotor mit einem maximalen Drehmoment von 70 Nm, der den Fahrer bereits bei der ersten Kurbelumdrehung unterstützt. Der sogenannte Zero-Cadence-Support wird als Vorteil erwähnt bei schwierigen, langsam zu fahrenden Passagen. Die Möglichkeit, zwei Kettenblätter am vorderen Kurbelsatz zu nutzen, erhöht die Offroad-Tauglichkeit und bietet auch eine deutliche Abgrenzung zum Bosch-System. «Die Zweifach-Kurbel ist ein großer Fortschritt im E-Bike-Bereich was Übersetzungsbandbreite und Schaltkomfort anbelangt», so Ingo Beutner Senior R&D Engineer beim unterfränkischen Fahhradproduzenten. «Bisher lag die Übersetzungsbandbreite bei ungefähr 327 Prozent, diese konnte nun auf 455 Prozent gesteigert werden.»

Aufwändige Form für die Aufnahme des Mittelmotors
Für weitere Offroad-Tauglichkeit sorgt ein abnehmbarer und austauschbaren Aufprallschutz, der das Motorgehäuse in unwegsamen Gelände bei Bodenkontakt in Schutz nimmt. Für die Fusion von Rahmen und Motor hat Haibike eine neue Brücke entwickelt und wie schon beim Xduro haben sich die Haibike-Ingenieure einem Gussverfahren aus dem Motorrad- Fahrwerksbau bedient: dem sogenannten Gravity-Casting- Prozess. Dabei werden Negativformen aus gepresstem Sand in große Formen gelagert, die nach dem Ausgießen mit der Alu-Zink-Legierung in genau berechneten Achsen geschwenkt werden. Durch die Erdanziehung werde eine gleichmäßige Wandstärke des Gussteils erzielt. Nach dem Abkühlen werden alle Bauteile einzeln mit Hilfe von Röntgenstrahlen auf etwaige Einschlüsse oder Fehler kontrolliert. Die so entstandenen Bauteile sollen nicht nur leicht sein sondern auch eine extreme Stabilität aufweisen.

Passt auch für kleine Rahmen
Der in den Rahmen integrierte Yamaha Li-Ionen Akku umfasst eine Kapazität von 400Wh. Die Batterie kann an den Sduro-Bikes direkt geladen, abgesperrt oder herausgenommen werden. Durch die seitliche Entnahme ist der Akku auch in kleinsten Rahmengrößen, wie beim 35cm Hardtail und 40cm Fully, einsetzbar. Das gesamte Yamaha-Antriebssystem bringt rund 6.4 Kilo auf die Waage.
Alles im Blick hat der Fahrer mittels dem abnehmbaren, mittig positionierten Display. Durch ein innovatives Haltersystem kann die Display-Position über zwei Achsen ideal an die Bedürfnisse des Fahrers angepasst werden. Mittels einer permanenten Hintergrundbeleuchtung ist die Lesbarkeit auch bei wechselnden Lichtverhältnissen möglich. Mit dem Remote-Controller steuert der Fahrer vom Griff aus alle Funktionen des Systems: 4 Fahrmodi, Gesamt- und Tageskilometer, Uhr- und Fahrzeit, maximale, aktuelle und Durchschnittsgeschwindigkeit

Die Topvariante
Die neu lancierte Yamaha-Palette bei Haibike umasst insgesamt 14 Modelle, Ride stellt stellvertrend ein Modell vor, die Topvariante mit allen Schickanen, die der Mountainbike-Markt heutzutage hergibt. Beim Sduro Allmtn Pro-Modell steht nicht nur Antrieb unter Strom, auch die Hinterradfederung wirkt elektronisch durch das e:i shock-System betrieben. Das System wird dabei nicht über eine eigene Batterie gespeist, sondern bedient sich in Sachen Sensorik und Energie am Yamaha-Antrieb. Damit ist es erstmals gelungen den intelligenten Dämpfer in die vorhandene E-Bike-Technik einzubinden. Je nach Gelände variiert die Dämpferposition entsprechend, spezielle Sensoren im Yamaha-System erfassen dafür ständig Geschwindigkeit sowie Trittfrequenz.

Die elektronische Fahrwerkssteuerung unterscheidet vier Modi: Im Automatic Modus passt sich der Dämpfer wie beschrieben ständig neu an die Geländeanforderungen an. Open bedeutet voll aktiver Dämpfer und grenzenloser Offroad-Einsatz. Im Locked-Zustand ist der Dämpfer festgestellt und Medium steht für den Kompromiss zwischen offenem und geschlossenem Dämpfer.

Komplettiert wird das Topmodell durch die hydraulischen Scheibenbremsen sowie der 20-Gang Schaltung von Shimano oder der Hans Dampf-Bereifung von Schwalbe in der Dimension 650b. Wie von Haibike bekannt ist der Rahmen ist geprägt vom auffälligen, doppelt geknickten Oberrohr und den gedrungenen Proportionen.

www.haibike.de