Schweizerinnen räumen an EM ab, Aldridge holt das Double | Ride MTB

Schweizerinnen räumen an EM ab, Aldridge holt das Double

Sina Frei ist Doppeleuropameisterin, vor Alessandra Keller und Jenny Rissveds.

Sina Frei gewinnt an den Mountainbike-Europameisterschaften in Monteceneri nach dem Short-Track- auch das Cross-Country-Rennen. Alessandra Keller holt Silber, Fabio Püntener bei den Männern Bronze. Bei den U23 feiern Anina Hutter, Fiona Schibler und Elina Benoit einen Totaltriumph, während Anja Grossmann den U19-Titel gewinnt. Frankreich ist dafür bei den männlichen Nachwuchskategorien die dominierende Nation.

Die Schweizer Mountainbiker haben die Cross-Country-Rennen der Europameisterschaften in Monteceneri geprägt. Sina Frei sicherte sich bei der Elite nach ihrem Erfolg im Short Track auch den Titel über die olympische Distanz. Alessandra Keller gewann Silber, Fabio Püntener sorgte bei den Männern mit Bronze für eine weitere Schweizer Medaille. In den Nachwuchskategorien gingen die Titel an Anina Hutter, Anja Grossmann, Alix Andre Gallis und Mathieu Ghibaudo.

Schweizerinnen nutzen ihre Chance

Im Elite-Rennen der Frauen setzte sich zunächst Jenny Rissveds ab. Die Schwedin lag rund zwanzig Sekunden vor ihren Verfolgerinnen, ehe sie durch einen Reifendefekt zurückgeworfen wurde. Frei übernahm die Führung und kontrollierte das Rennen anschliessend souverän. Nach sieben Runden gewann sie in 1:26:17 Stunden und sicherte sich damit nach dem Short Track das zweite Einzelgold der Titelkämpfe.

Alessandra Keller erreichte das Ziel mit 1:26 Minuten Rückstand und komplettierte den Schweizer Doppelsieg. Rissveds kämpfte sich nach ihrem Defekt noch auf den dritten Rang zurück. Nicole Koller wurde Vierte, Ronja Blöchlinger Sechste und Ginia Caluori Siebte. Damit klassierten sich fünf Schweizerinnen unter den besten sieben Fahrerinnen. Luisa Daubermann belegte als beste Deutsche Rang neun.

Resultate Elite Frauen

Püntener überrascht mit Bronze

Auch bei den Elite-Männern blieb die Entscheidung lange offen. Fabio Püntener lag nach sechs von acht Runden in Führung, während sich auch Mathias Flückiger in aussichtsreicher Position befand. In der siebten Runde musste Flückiger wegen eines Defekts am Hinterrad zurückfallen. Püntener konnte die Spitze ebenfalls nicht halten und wurde von Charlie Aldridge und Juri Zanotti überholt.

Aldridge setzte sich in der Schlussphase entscheidend ab und gewann nach seinem Short-Track-Erfolg auch das Cross Country. Der Brite erreichte das Ziel nach acht Runden in 1:25:27 Stunden. Zanotti folgte zwölf Sekunden später, Püntener sicherte sich mit dreissig Sekunden Rückstand Bronze und damit seine erste Medaille an einem Grossanlass. Flückiger kämpfte sich nach seinem Defekt noch auf Rang vier zurück.

Filippo Fontana wurde Fünfter vor Simon Andreassen. Maximilian Foidl belegte als bester Österreicher Rang neun. Vital Albin und Luca Schätti folgten auf den Plätzen elf und zwölf, Dario Lillo wurde Vierzehnter. Bester Deutscher war Leon Reinhard Kaiser auf Rang 17. Der Tessiner Filippo Colombo verlor viel Zeit und kam nicht über den 26. Platz hinaus.

Resultate Elite Männer

Dreifachsieg in der U23

Einen vollständigen Schweizer Medaillensatz gab es bei den Frauen unter 23 Jahren. Anina Hutter übernahm praktisch unmittelbar nach dem Start die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Nach sechs Runden gewann sie mit 1:04 Minuten Vorsprung auf Fiona Schibler. Elina Benoit holte weitere sechzehn Sekunden später Bronze.

Die favorisierte Italienerin Valentina Corvi erlitt früh einen Defekt. Trotz ihrer Aufholjagd musste sie sich hinter dem Schweizer Trio mit Rang vier begnügen. Monique Halter wurde Fünfte, womit vier Schweizerinnen unter den besten fünf klassiert waren. Katrin Embacher erreichte als beste Österreicherin Rang acht, Carla Hahn wurde für Deutschland Elfte.

Resultate U23 Frauen

Die Franzosen setzen sich durch

Bei den Männern unter 23 Jahren feierte Frankreich einen Doppelsieg. Alix Andre Gallis setzte sich in 1:15:59 Stunden durch und verwies seinen Landsmann Naël Rouffiac um zwanzig Sekunden auf Rang zwei. Der Norweger Sivert Ekroll gewann Bronze. Paul Schehl verpasste als Vierter eine deutsche Medaille lediglich um zwölf Sekunden. Nicolas Halter wurde als bester Schweizer Sechster, Maks Alfred Barret Maunz belegte für Österreich Rang elf.

Resultate U23 Männer

Ghibaudo fährt allen davon

Das Rennen der Junioren dominierte ebenfalls ein Franzose. Mathieu Ghibaudo löste sich bereits in der zweiten Runde von seinen Konkurrenten und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach sechs Runden gewann er mit 1:15 Minuten Vorsprung auf den Österreicher Michael Hettegger. Der Deutsche Elias Hückmann folgte weitere zehn Sekunden später auf dem dritten Rang. Marwan Barhoumi war als Elfter der beste Schweizer.

Resultate U19 Männer

Grossmann krönt Schweizer Nachwuchs

Bei den Juniorinnen feierte Anja Grossmann einen überlegenen Heimsieg. Die 17-jährige Luzernerin setzte sich früh ab und distanzierte die gesamte Konkurrenz deutlich. Nach fünf Runden lag sie 3:12 Minuten vor der Französin Lise Revol. Die Tschechin Barbora Bukovská gewann mit 4:23 Minuten Rückstand Bronze. Adina Daubner wurde als beste Deutsche Neunte, Lou-Anne Halter belegte als zweitbeste Schweizerin Rang 13. 

Resultate U19 Frauen