Specialized legt in Freiburg eine Bruchlandung hin
Eigentlich sollten in der Lokhalle in Freiburgs Norden längst neue Fahrräder erfunden werden von den Ingenieuren von Specialized. Doch daraus wird nichts: Wie die Badische Zeitung berichtet, hat der US-Radhersteller den Einzug in die modern umgebauten Räumlichkeiten abgesagt, überweist aber dennoch die Miete.
Gemäss dem Bericht der Badischen Zeitung habe Specialized den Lokhallen-Eigentümern mitgeteilt, dass aus dem Einzug nichts werde, da sich die Pläne geändert hatten. Es steht im Raum - auch wenn seitens Specialized keine Kommunikation dazu vorliegt - dass die Baisse der Fahrradbranche mit Überangebot, Preisschlachten und Nachfragetief ursächlich für diese Planänderung ist.
Lars Bargmann, Geschäftsführer der Planwerk Freiburg GmbH, die die Lokhalle besitzt, gibt gegenüber dem lokalen Medium bekannt, dass sich Specialized stets an den Mietvertrag gehalten und keinerlei Schaden verursacht habe.
Gemäss den Angaben von Specialized zum Start des Entwicklungsstandortes im Jahr 2022 sollten in Freiburg unter der Leitung von Peter Denk im European Innovation Center unmotorisierte Fahrräder entwickelt werden, während im Schweizer Cham die Entwicklung von E-Bikes vorangetrieben werde.
Kaum ein Entwickler hat das Mountainbike so stark geprägt wie Peter Denk. Seine frühe Eigenmarke Hot Chili hat legendäre Räder hervorgebracht. Denks anschliessende exklusive Entwicklungsarbeit für Scott, Cannondale und Specialized verhalf diesen Brands zu Höhenflügen. Im Jahr 2022 ging das Entwicklungsunternehmen Denk Engineering mit Sitz in Freiburg in das Eigentum von Specialized über.