Canyon setzt radikal den Rotstift an - bis zu 320 Stellen weg | Ride MTB

Canyon setzt radikal den Rotstift an - bis zu 320 Stellen weg

Canyon Koblenz

Der Koblenzer Fahrradhersteller Canyon stellt sich angesichts eines veränderten Marktumfelds neu auf. Nach Jahren starken Wachstums plant das Unternehmen einen deutlichen Stellenabbau und will Strukturen verschlanken, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Canyon, der Platzhirsch unter den Versendern, reagiert auf die anhaltende Konsolidierung der Fahrradbranche mit einer umfassenden organisatorischen Neuausrichtung. Hintergrund sind unter anderem gedämpfte wirtschaftliche Aussichten, geopolitische Spannungen sowie zusätzliche Belastungen durch internationale Handelshemmnisse wie US-Zölle. 

Nach dem starken Wachstum während des Corona-Booms zwischen 2020 und 2023 will Canyon nun Komplexität reduzieren und Prozesse vereinfachen. Ziel sei es, wieder agiler und effizienter zu werden. In diesem Zuge plant das Unternehmen, an seinen Kernstandorten bis zu 320 Stellen abzubauen – bei derzeit rund 1.600 Mitarbeitenden insgesamt. 

Gründer und Executive Chairman Roman Arnold bezeichnet den Schritt als schmerzhaft, aber notwendig. Canyon habe sich von einem schnellen Wachstum bremsen lassen und müsse nun seine operative Schlagkraft zurückgewinnen. Der Betriebsrat ist bereits informiert, Gespräche laufen. Das Unternehmen betont, den Prozess transparent und fair gestalten zu wollen. 

Trotz der Einschnitte hält Canyon an ausgewählten Zukunftsinvestitionen fest. Dazu zählt unter anderem der Aufbau eines neuen E-Bike Centers in Koblenz, dessen Eröffnung für 2026 geplant ist. Gerade im stark wachsenden E-Bike-Segment sieht Canyon weiterhin langfristiges Potenzial.

canyon.com


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