Franken-Kurs, Teil 3: Die Preise sinken | Ride MTB

Franken-Kurs, Teil 3: Die Preise sinken

Durch die Schweizer Lieferantenszene geht ein Preisrutsch: Aufgrund der neuen Währungsituation sinken bei mehreren Lieferanten die Preise zwischen 10 bis 20 Prozent.

Für einen Parts- und Bike-Lieferanten oder einen Fachhändler ist es eine verzwickte Situation seit der Euro-Mindestkurs von 1.20 seit dem 15. Januar 2015 Geschichte ist: Teilweise sind die Lager gut mit aktueller 2015er Ware gefüllt, doch diese Waren wurde noch zum alten 1.20er-Kurs eingekauft. Senkt man nun die Preise, kommt das einem gewichtigen Abschreiber gleich. Das geht sogar je nach Vertragsverhältnis so weit, dass selbst Ware, die erst in den nächsten Monaten in der Schweiz eintrifft, schon lange zu alten Kursen vorausbezahlt wurde.

Anders sieht die Situation aus für Ware, die insbesondere aus dem Euroraum in den letzten Tagen in die Schweiz eingeführt und zum neuen Kurs fakturiert wird: Hier kann der Importeur ohne Abschreiber eine Preissenkung realisieren.

Zudem spielen in der Schweizer Fahrradbranche die Währungen US-Dollar wie der japanische Yen, der Taiwan Dollar oder das britsche Pfund und deren Verhältnis zum Franken eine wichtige Rolle bei der Preisgestaltung. Auch eine Rolle bei der Preisgestaltung für die Schweiz spielt das Preisniveau im Ausland.

Wann steigen in der EU die Preise?
Durch den stark angestiegenen US-Dollar, gegenüber dem Euro, vermuten Branchenkenner, dass im EU-Raum bald Preiserhöhung bevorstehen. Spätestens wenn dort Lieferanten-seitig die Lager leer sind und neue Ware zu beschaffen ist, werden gemäss Voraussagen in Deutschland die Preise steigen – der grosse Kanton steht unter besonderem Fokus bezüglich Preisniveau und Einkaufstourismus.

Preissenkungen von 10 bis 15 Prozent
Für den Schweizer Biker werden Veloteile günstiger, hier eine freie Auswahl von Anbietern, die gemäss der aktuellen Wechselkursentwicklung die Frankenpreise gesenkt haben:

Für einen universellen Preisrutsch durchs ganze Sortiment– unbesehen in welcher Währung, die Ware eingekauft wurde – hat sich der Anbieter Indian Summer entschieden. Von den Preissenkungen betroffen sind Marken wie Norco, Bliss, DMR, Hiplok oder Odi – und als konkretes Beispiel dient ein Pedal der Eigenmarke Indian Summer, das für nun nicht mehr 29 sondern neu 25 Franken über die Ladentheke geht.

Beim Custom Made-Experten Koba sinken ebenfalls die Preise. Analog zum jüngsten Wareneingang werden sukzessive die Preise nach unten angepasst. So sind für die Bikes aus dem Rheintal kürzlich die Bremsen von Shimanos SLX- und XT-Reihe geliefert worden und Koba gibt den Währungsvorteil an seine Kundschaft weiter.

Beim Anbieter Amsler sinken mit 15% die Preise auf die in Euro eingekauften Produkte von Magura, Kinetic und Vredestein. Bei den Zipp-Laufrädern sinken die Preise um 8%.

Beim Distributor GPR AG sinken alle in Yen eingekauften Shimano Artikel um 10%. Bei den in Euro eingekauften Waren sinken die Preise um 12% - davon betroffen sind beispielsweise Marken wie Abus, Campagnolo, Look, Contintental, Selle Italia, Schwalbe oder SKS.


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