Franken-Kurs, Teil 4: Die Preislawine rollt | Ride MTB

Franken-Kurs, Teil 4: Die Preislawine rollt

Der 15. Januar wirft einen weiten Schatten voraus und schafft neue Grundlagen für das Geschäft mit Fahrrädern. Kurz nach der SNB-Zäsur haben erste Lieferanten Preise reduziert, weitere Anbieter haben nach rund 14 Tagen nachgezogen. Nun geht ein veritabler Preisrutsch durch die Schweizer Lieferantenszene.

Für den Schweizer Biker werden nun noch mehr Veloteile und Bikes günstiger. Hier eine freie Auswahl von Anbietern, die gemäss der aktuellen Wechselkursentwicklung die Verkaufspreise gesenkt haben:

Bei Intercycle, dem Lieferanten der Bikes von BiXS, Wheeler und Mustang sinken die Preise um 10%. Beim Zubehörangebot aus Sursee erfolgten Preisanpassungen von bis zu 20%.

Bei den Bikes vom Bauernhof reichen die Preisnachlässe von 8 bis 16%. Betroffen sind sämtliche Produkte der Marke Thömus, somit nicht nur Bikes, sondern auch Sport- und Freizeitbekleidung inklusive Zubehör.

Bei Stevens-Bikes sind die Preise durchschnittlich um 14% gesunken, bei Thule Chariot-Anhängern und weiteren Produkten aus dem Thule-Programm sinken die Preise zwischen 12 bis 14%. Bei den Anhängern von Croozer sind die Preise 14% tiefer angesetzt.

Beim Produkt-Porfolio der CUAG Sports AG gibt es einen Währungs-Bonus von 10%, betroffen von den Preisnachlässen sind Marken wie Castelli, Sportful, Kask und Silca.

Beim Bekleidungsspezialisten Endura sind die Preise zwischen 7 und 10 Prozent nach unten gerutscht.

Bei Komenda wurden im Zubehörprogramm die Produkte neu kalkuliert und der Euro-Situation angepasst, die Preisnachlässe erreichen maximal 20%.

Bei den Bikes von Cannondale gehen die Preise ebenfalls auf Tauchstation: 10% tiefer sind die UVPs angesetzt.

Und wer auf Reisen gehe will, kann das nun günstiger tun: Beim Bike-Reiseanbieter Yoyobike werden die Währungsvorteile in 10% tiefere Preise umgesetzt.

Beim auf Leichtbauteilen spezialisierten Anbieter Light-Bikes.ch sinken die Preise für die Teile von ax-lightness und Carbon-ti um bis zu 15 Prozent.

Beim Anbieter Tekno Parts winkt ein Währungs-Bonus von 10% bei weiten Teilen des Zubehör-Portofolios.

Bei Vitelli Velobedarf sind die Preise auch am Sinken: Bei über 900 Produkten hat der Konsument zwischen 5 bis 15% weniger zu berappen.

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Im Licht der aktuellen Preissenkungen ist zu beachten, dass zahlreiche Fahrradprodukte von Schweizer Anbietern nicht nur in Euro, sondern auch in US-Dollar eingekauft werden – und der Dollar innert 6 Monaten um 15% zugelegt hat. Bei in US-Dollar eingekauften Waren stehen dadurch nicht Preissenkungen an, sondern Preiserhöhungen. Besonders im EU-Raum stehen Preiserhöhungen bevor, da sich das Euro-Dollar-Verhältnis zu ungunsten des Euros verändert hat.

Auch zu beachten sind für die Saison 2015 hierzulande bereits gefüllte Lager, deren Bestände noch zum Eurokurs von 1.20 eingekauft wurden. Ein Warenlager eines Schweizer Veloherstellers- oder Teileanbieters hat eine Beschaffungszeit von bis zu 8 Monaten.


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