Scott-Streit: Um so viele Millionen dreht sich der Deal | Ride MTB

Scott-Streit: Um so viele Millionen dreht sich der Deal

Beat Zaugg Illustration

Beat Zaugg, jahrzehntelang der Patron beim Bike-Hersteller Scott, hat bereits im Jahr 2015 für 50,01 Prozent seiner Anteile rund 128 Millionen Euro erhalten. Wie im jüngst bekannt gemachten Urteil des ICC-Schiedgerichts muss Zaugg seine verbleibenden 47 Prozent der Scott-Aktien an Mehrheitseigner Youngone abgeben. Um welche Summen geht es hier, wie viel Vermögen bringt Zaugg der Verlust seiner Firma ein?

Zuerst machten dreistellige Millionenbeträge die Runde, doch Koreaherald präzisiert: Nach einem Urteil der International Chamber of Commerce (ICC) übernimmt der südkoreanische Konzern Youngone alle 5.837.500 Scott-Aktien von Zaugg. Der maximale Kaufpreis liegt bei 35,34 Milliarden Won, umgerechnet etwa 24 Millionen Euro. 

Youngone zahlt 75 Prozent der Summe sofort aus, das entspricht etwa 26,5 Milliarden Won beziehungsweise rund 19,2 Millionen Euro. Die verbleibenden 25 Prozent werden zu einem späteren Zeitpunkt beglichen, abhängig von den Bedingungen, die im Schiedsspruch festgelegt wurden. 

Mit dem Deal steht Youngone kurz davor, Scott Sports vollständig zu kontrollieren. Für die traditionsreiche Bike-Marke könnte dies strategische Veränderungen bedeuten – von der Produktentwicklung über die globale Markenführung bis hin zur langfristigen Ausrichtung im Mountainbike-Sektor. 

Der Verkauf beendet zugleich einen jahrelangen Streit zwischen Zaugg und Youngone über Kontrolle, Management und strategische Weichenstellungen bei Scott.


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