Bocca di Fobia | Ride MTB

Bocca di Fobia

Bocca di Fobia

Absturz-Phobie darf man bei der langen Querung vor Bocca di Fobia wahrlich nicht haben! Wer auf totale Einsamkeit und viel Luft unter dem Hintern steht, findet in dieser knackigen Kurzrunde sein Nirvana.


Beschreibung

Am Gardasee und null Bock auf die überlaufenen Klassiker wie Tremalzo oder Altissimo? Dann ab ins Auto und durch die vielen Tunnels der Gardesana Occidentale nach Limone, ins gelobte Land der Zitrusfrüchte. Und hinauf auf die Sonnenterrasse von Tremosine, ins gelobte Land der einsamen Supertouren. Hier im lombardischen Teil des Lagolandes findet man noch die «echten» Gardaseetouren: wild, mit Militärhistorie und einsam. Bestes Beispiel: die Superrunde zur Bocca di Fobia. In Sichtweite des Tremalzo-Schotterwurms, aber unendlich weit entfernt von jeglicher Zivilisation, arbeitet man sich in faszinierender, aber gefährlicher Querfahrt zum einsamen Passübergang, der das Valle di Bondo vom Valle San Michele trennt. Bester Startpunkt ist die bekannte Käserei namens Alpe di Garda (632 m), an der man sich nach überstandener Mutprobe mit allerlei einheimischen Leckereien selbst belohnen kann. Aber erstmal die Arbeit! Auf einem feinen, angenehm geneigten Militärsträsschen schlängelt man sich in einer Dreiviertelstunde hoch zum Waldgipfel des La Cocca (952m) und wendet sich hier gen Westen. Auf bald handtuchschmalem Pfad schwindelt man sich nun um den Monte Zenone herum – und immer wieder durch kleine Tunnels – zum höchsten Punkt an der Cima Mughera (1353m). Aber das Abenteuer in der Senkrechten hat noch lange kein Ende! Nahe der Bocchetta di Nansesa gibt’s einen Notausgang nach Westen: in vielen Kehren durch den Wald hinab ins Valle Pra della Noci. Unerschrockene fahren (die meisten schieben) stur weiter gen Norden. Wer schliesslich an der unscheinbaren Bocca di Fobia (1286m) ankommt, kann erstmal tief durchatmen. Fahrtechnisch ist die Querung überhaupt nicht wild (meist S2), limitierender Faktor ist hier oben der Kopf. Sichere und mutige Biker können alles fahren, Normalos schieben eher ein Stündchen, Ängstliche auch länger. Die eigentliche Abfahrt von der Bocca di Fobia gehört dann zum Feinsten, was man bergab erleben kann: enge Kehren, hohe Steinstufen, weiche Waldtrails, nasse Wurzeln, eine Wasserfall-Querung – und auch hier nicht gerade wenig Luft unterm Hintern…

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22 km

900 m

900 M.ü.M.

628 M.ü.M.

1344 M.ü.M.

1 Tag

Vesio

Vesio

1938

gut tauglich

Andi Kern
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