Valle del Singol
Beschreibung
Der Lago di Garda ist mehr Glaubensbekenntnis denn Bikespot. Die einen hassen ihn wegen seiner ausgerittenen Geröllpisten, die anderen lieben ihn ob seines legendären Bike-Spirits. Aber die alte Dame lebt immer noch! Und immer noch stehen jede Menge Biker auf «ihre» selbst verdienten Gardatrails. Ohne Lift, Bikepark und Northshore-Elemente. Und vor allem: ohne Flow. Apropos No-Flow: Die sonnige Hochebene von Tremosine – gut geschützt vor dem Schicki-Micki-Wahn drüben in Riva und Torbole – ist das reinste Schatzkästlein für Gardabiker. Wer seine Nerven mit einem 1100-Meter-Tiefblick kitzeln will, muss zum Passo Rocchetta – mit abschliessender Superabfahrt durch das ursprüngliche Valle del Singol hinab nach Limone. Hier im Zitrusfrüchteparadies am Gardsasee-Ufer startet die Runde auch. Anfangs kurbelt man auf Asphalt, bald auf einem kaum befahrenen Nebensträsslein hoch ins Bergdorf Vesio (650 m). Ab hier schlängelt sich eine alte Militärstrasse in -zig Kehren zur Cima Sospiri und um die Corna Vecchia (1300 m) zum Passo Nota (1198 m). Wer an der Kreuzung auf einer schönen Lichtung zum Tremalzo will, wendet sich nach der wohlverdienten Selbstbelohnung im Rifugio Nota gen Westen. Wer das Hammerpanorama senkrecht über dem glitzernden See sehen will, nach Osten. Über den Passo di Bestana (1274 m), die Bocca dei Fortini und den Passo Guil (1209 m) fährt man in ständigen Auf und Ab Richtung Hangkante. Wer dann am Passo Rocchetta steht und 1100 Meter unter sich den See glitzern sieht, bringt den Mund vor Staunen nicht mehr zu. Das Aussichts-Reich am Rocchetta ist sicher einer der schönsten Spots am Lago. Aber das Allerbeste wartet noch: die Superabfahrt durch das wilde Valle del Singol. Hierzu fährt man ein kurzes Stück zurück zum Passo Guil und nimmt den unscheinbaren Trail, der sich als schmaler, anspruchsvoller Pfad hinunter ins Valle del Singol schwindelt. Hier warten einige harte Fahrtechniknüsse auf versierte Biker, bevor der Trail als sausteiler Pflasterweg weiter hinab zum Ausgangspunkt in Limone führt. Übrigens: Dank der Fähre kann man die Tour auch in Riva starten.
Karte & GPX-Track
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Details zur Tour
34 km
1655 m
1655 m
71 M.ü.M.
1336 M.ü.M.
1 Tag
Limone sul Garda
Limone sul Garda
1921
gut tauglich
Weitere Informationen
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Tour letzte Woche gemäss gpx gefahren. Schöner, aber kräftezehrender Aufstieg, nach der Zwischenabfahrt in Vesio befindet man sich durchgehend auf einer Forststrasse, teilweise in ziemlich tiefem Schotter. Bis zum Rifugio am Passo Nota ist man ziemlich alleine unterwegs, von da bis zum Aussichtspunkt am Passo Rocchetta tummeln sich ziemlich viele E-Biker.
Die Abfahrt ab dem Passo Guil ist ziemlich gut fahrbar und recht spassig. Dank einem Gemisch aus grobem Schotter und Laub als Untergrund zwar etwas grob, aber die erwähnten "Fahrtechniknüsse" beschränken sich auf etwa zwei Stellen und sind auch eher Nüsschen, die Abfahrt ist mMn kaum mehr als ein S2. Was den Gesamteindruck dann aber erheblich trübt, ist das der erwähnte "sausteile Pflasterweg" auf etwa 750 MüM beginnt, es werden also beinahe 700 hm auf diesem Weg vernichtet, der meistens genau das ist was die Beschreibung verspricht: sausteil. Wer eine Karte lesen kann ist übrigens klar im Vorteil, der Wechsel von Trail auf befestigte Strasse ist eingezeichnet. Anyway. Mag sein das es Leute mit einem Flair für sowas gibt, ich gehöre definitiv nicht dazu.
Ich würde die Tour deshalb auf keinen Fall wiederholen. Der Uphill ist schön, die Aussicht am Passo Rocchetta wirklich grandios, die ersten 400 hm Trail machen Spass, aber 700 hm Pflasterstrasse kippen Soll und Haben in eine sehr unglückliche Schieflage.